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Carl Goerdeler und die Deutsche Widerstandsbewegung : mit einem Brief Goerdelers in Faksimile / Gerhard Ritter
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575
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Dokument IX 575

sehr geehrter Herr Generalfeldmarschall, wie ich überzeugt bin, mit mir überein- ‚Fimmen. h darauf ver Sie müssen aber auch wissen, daß meine Wirkungsmöglichkeit zeitlich begrenzt ist. Is Ziel hingstf ft, gelte seit vielen Jahren als Militarist, als Bewunderer des Militärs, als Förderer eerihn yielki mlitärischen Wesens, als Freund manchen Generals. Ich habe manche unangenehme eutschen Gtef$.unde in meinem Leben deswegen erlebt, sowohl nach dem Ersten Weltkrieg wie in % Grenzen zUF In letzten Jahren; denn viele Männer Deutschlands haben von vornherein von den icht einzuräum G-neralen nichts erwartet. Ich aber habe stets ihre Stange gehalten und habe gesagt,

e sich auf ihren Charakter und ihr Verantwortungsbewußtsein verlassen. Nun daß man mir in Süd-

mn könn

in das uns& kımmt es wirklich so weit, daß ich selbst mich blamiert fühle und ng gebracht b dtıtschland, wo ich treffliche Freunde habe, schon sagt, an allem sei der preußische feldmarschil,#\litarismus schuld. Es sind nicht törichte Männer, die dies sagen; es sind Männer, die Herz für Deutschland und für den deutschen Soldaten haben, die aber dar- nden Verstandes und fühlenden Her- len Abgrund führen und die deutsche treiben läßt. chen

ist die Stunde MP en warmes ig zu entschi@} fer verzweifeln, daß man sehenden Auges, denke dere, bequenf is von Verbrechern und Narren das Vaterlandind itterem Ende Jisend und die deutschen Männer willenlos in Tod und Verstümmelung ıl, angesicht#7 Wir müssen nunmehr Schluß damit machen, Narren zu gestatten, dem deuts: cher Städte 8}\}lk ihre Illusionen und Lügen aufzwingen zu wollen, aus einem aus Herrschsucht ge- rültig, von Eu bicenen Eroberungskriege einen Krieg notwendiger Verteidigung zu machen. Wir en, diese An@F hen gar keine Veranlassung, den Bolschewismus oder die Angelsachsen zu fürchten. 'h und militäfi$] Arch dort wird mit Wasser gekocht, und wir haben vieles in die Waagschale zu werfen. n muß man+9 Auch sie alle sind auf unsere Kraft und unser Können angewiesen. Aber es müssen ahrheit, die69" weder anständige Deutsche sein, die die deutschen Interessen mit Kraft und Vernunft gibt, dann IST Yetreten. niemals ein It Ich werde Ihnen nicht mehr lästig werden, sehr geehrter Herr Generalfeldmarschall;

|& habe nur noch eine Antwort von Ihnen zu erbitten und weiß, welche Bedeutung es ng, daß dieNFhr, wenn Sie mir die Antwort verweigern. Nur eines bitte ich: sie nicht etwa deshalb zu

hluß zu kon reweigern, weil Sie Sorge haben. Ich habe zu schweigen gelernt und werde es jetzt ännern schuldig bin, denen ich vertraue. Wenn

Daß mit Vet tcht verlernen. Ich weiß, was ich den M ejl ef nicht IePFher nicht wenigstens drei oder vier Männer in Deutschland zueinander mehr Vertrauen st. doch s ten, dann allerdings können wir einpacken. ind die MO Mit den besten Empfehlungen nur auszunl Ihr sehr ergebener hat, wenn ed gez. Goerdeler nen nicht MT erzung der Luft un D»kument IX verkünden Mnisterlisten Goerdelers.(Zum Text S. 386 ff.) c stelle im folgenden zusammen, was mir über die verschiedenen Abwandlungen der

So lege ren.> Y rE- A ta Goerdeler zusammengestellten Kabinettslisten bekannt geworden ist.

Ne 1.Fannar 1943. Goerdeler legt Dr. Otto Schniewind(Beirat der Firma Telefonbau und © Normalzeit Lehner& Co., Frankfurt/M., bis Frühjahr 1937 Ministerialdirektor im ende vorläufige Liste vor:

Auswärtiges Amt, Ewald Loeser(Direktor Finanzen, Popitz Kultus, Langbehn

Reichswirtschaftsministerium) folg Leuschner Vizekanzler, von Hassell Sei Krupp, früher Stadtkämmerer von Leipzig) Justiz, von Gayl Inneres, Blessing Reichsbankpräsident, von W edel Vizepräsident der Reichsbank, Dr. Hans Koch Reichsgerichtspräsident, Schniewind Wirtschaft dafür war zuerst Loeser vorgesehen. Schniewind lehnte aber ab, Finanzminister zu werden). Mitteilung von Dr. Otto Schniewind, durch Dr. H. von zur Mühlen. Has- sell gegenüber(Tgb. 350) hat sich Schniewind im Mai 1944 sehr abfällig über Goer- deler und über die unerfreulichen»Liquidationsaufgaben« des geplanten Ministe- !iums geäußert. Er habe seine Bereitschaft zurückgezogen.