Gerhard Ritter
wurde am 6. April 1888 in Bad Sooden(Werra) geboren. Er studierte an den Universitäten München, Leipzig, Berlin, Heidelberg und promovierte 1911 zum Dr.phil. Von 1912 bis 1914warerin Kassel und Magdeburg im höheren Schuldienst tätig. 1921 habilitierte er sich in Heidelberg. 1924 wurde er an der Universität Hamburg, 1925 an der Universität Frei- burg i. Br. Ordinarius für Geschichte. AlsMitglied des Goer- delerkreises war er vom November 1944 bis April1945 in Haft. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Ritter seine Lehrtätigkeit in Freiburg wieder auf; 1956 wurde er emeritiert.
Wichtige Werke:»Die preußischen Konservativen und Bis- marcks deutsche Politik 1858-1876(1913);»Luther, Gestalt und Tat«(1925);»Stein. Eine politische Biographie«, 2 Bde. (1931); Friedrich der Große. Ein historisches Profil«(1936); ‚Die Heidelberger Universität«, Bd. 1:»Das Mittelalter(1386- 1508)«(1936);»Machtstaat und Utopie«(1940; 6. Auflage 1948 unter dem Titel»Die Dämonie der Macht();»Die Weltwirkung der Reformation«(1941);»Geschichte als Bildungsmacht« (1946);>Staatskunst und Kriegshandwerk. Das Problem des „Militarismus« in Deutschland«, Bd. I.:»Die altpreußische Tradition 1740-1890«(1954), Bd. Il:»Die Hauptmächte Europas und daswilhelminische Reich 1890-1914«(1960);»Der Schlief- fenplan. Kritik eines Mythos«(1956);»Lebendige Vergangen- heit. Beiträge zur historisch-politischen Selbstbesinnung‘ (1958).
Dreifachband
Deutscher Taschenbuch Verlag


