Dokument VIII 573
&hleiern und den Marsch in die Inflation antreten, indem es weiter Schulden macht und je Dinge sich weiter so entwickeln läßt, wie sie schon laufen. Das Ende dieser Entwick- ling kommt auf dasselbe heraus wie das andere. Denn zum zweiten Male gibt es nicht nal sie möglid de Möglichkeiten von 1923.
muß also pilid Schon jetzt sind die Schwierigkeiten, das Leben des deutschen Volkes für Krieg und erfolgungwid Frieden zu erhalten, gewaltig. Denn ganz Europa ist glücklich durch den Wahnsinn Hitlers ruiniert. 1918 waren wenigstens noch Norwegen, Dänemark und Holland in- tikt; heute sind sämtliche europäische Länder weithin verwüstet, der Vorräte und des (oldes beraubt und verfügen über ruinierte Währungen. Es kann einen der heilige Zorn packen, wenn man hört, mit welcher Leichtfertigkeit selbst von gebildeten Men- xhen von dem Wiederaufbau nach dem Kriege gesprochen wird. Es kann einen mit Empörung erfüllen, daß gebildete Menschen einfach auf Kosten einer zusammen- krechenden Allgemeinheit in den Tag hineinleben und sich damit begnügen, daß wir Inte noch nicht zusammengebrochen sind, sich der Illusion hingeben, als ob das so Zerstörungen& yeitergehen würde!
Die Überleitung in den Friedenszustand, wo Millionen von Soldaten, der Arbeit ent- \rbeit kämen, b\öhnt, nach Wohnung und Arbeit suchen und vielfach nur Trümmer finden, kann über- irden ebenso# hupt nur geschehen, wenn wir eine moralische, ideale, die Seele der Menschen pak- utt, Es hat kein? l:nde und über materielle Schwierigkeiten hinwegreißende Auffassung zur Grundlage Foelleturm ba#8 Handelns machen und für sie die Menschen gewinnen.
| heruntersah Zur Zeit sind die Bande aller Moral zerrissen; was da ist, ist nur noch Konvention. [e Anhaltspun®® Nrer wie ich fast dauernd herumfähtrt, sieht, wie z. B. in den großen Hotels geschoben ch nur unge Yird. Er sieht Offiziersgestalten, die nichts mehr mit unserem guten Offizierstum zu n diezesd Na haben; er sieht junge Bengels, namentlich mit Parteiabzeichen, die mit dem Maule ER der\e. Segen, aber nicht daran denken, ihrer Wehrpflicht zu genügen. Selbst in der Wehr- e beson’s Pacht müssen die Grundlagen der Moral auf das schwerste erschüttert sein, weil die we Nsk tligiöse Grundlage verlassen ist und weil der Kamerad den Kameraden hinter dessen dann* WRücken anzeigen darf, ohne selbst als ein Lump behandelt zu werden, Die Errichtung
25.7.1943(A
‚gen, in denen 5
säfte| ds Sondergerichts beim Reichsmilitärgericht, die Durchsetzung der Armee mit Spitzeln is Vom 7 Spricht doch Bände! Vor einer Woche vernahm ich den Bericht eines 18%,jährigen sind ie il$$-Soldaten, der früher ein ordentlicher Junge war, jetzt mit Gelassenheit erzählte, daß a©)»nicht gerade sehr schön wäre, Gräben mit Tausenden von Juden angefüllt mit dem yerau!
oo Naschinengewehr abzusägen und dann Erde auf die noch zuckenden Körper zu wer- le goal fta«! Was hat man aus der stolzen Armee der Freiheitskriege und Kaiser Wilhelms I. ertigung"fir gemacht! Aber das Vo/& weiß und fühlt dies mit einer bewunderungswürdigen, Zufuhr ie Bottlob vorhandenen instinktiven Sicherheit. Lassen Sie sich, sehr verehrter Herr „ ist Im IT Generalfeldmarschall, um Gottes willen nicht täuschen, wenn man Ihnen sagt, daß das \olk die Lügen glaubt, zu denen man es zwingen will! Das Volk verachtet diese Lügen -s nd haßt ihre Verbreiter. Das ist die Wahrheit. Sie wird um so elementarer hervorbre- würde.&ten, je länger man sie zu unterdrücken sich bemüht. Aber es wird sich dann auch gegen Essen wird,. ale wenden, die eine Mitverantwortung auf sich geladen haben.
ruch sehn Im Süden macht Hitler den fünften militärischen Fehler: Er setzt deutsche Soldaten
ering 2 ind wertvolle Waffen in Sizilien ein, während jede Überlegung ihm sagen muß, daß Monaten Tlulien nicht mehr zu retten ist, weil es sich selbst nicht mehr retten will. Die Verzet- i klung der deutschen Kräfte, die nutzlose Aufopferung der deutschen Soldaten ist ein Verbrechen; denn selbst der durch Verteidigung Siziliens erzielte Zeitgewinn bedeutet Bir nichts. Die geheimnisvollen Andeutungen von neuen gewaltigen Waffen sind nach Neinen Feststellungen unverantwortliches Geschwätz; selbst wenn diese neuen Waffen eines Tages wirklich einsatzbereit sein werden, ändern sie ja gar nichts mehr an der itnerlich schon vollzogenen Entscheidung— ganz abgesehen davon, daß der Gegner elenso wirksame besitzt. Es wird also militärisch- bloß noch wahnwitziger— der Beiche Fehler gemacht wie 1918: man hat nicht den Mut, rechtzeitig die gebotenen Folgerungen Zi ziehen, 1943 aber ist das sehr viel verhängnisvoller als 1918, weildamals die Führung
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