Dokument VII 571
ütdnend einzuwirken. Wir haben heute bereits, anders wie vor sechs Monaten, vier Sirömungen in der Arbeiterschaft: eine bolschewistische, Rußland zustrebende; eine lbmmunistische; eine radikal-sozialistische und eine zur Zusammenarbeit mit der htelligenz und der Wehrmacht bereite. Diese letztere hat auch heute noch die gewaltige \iehrzahl hinter sich. Aber von Woche zu Woche verliert sie Kräfte an die radikalen (ruppen. Diese Entwicklung vollzieht sich fortschreitend mit eherner Folgerichtigkeit. en darüber ka Tre Endwirkung liegt auf der Hand. Heute kann noch verbürgt werden, daß die große bei ist man si}\ehrzahl der Arbeiter, die Beamten und eine erhebliche Mehrheit der Wirtschaft sofort erden muß. DF Kreit sind, sich hinter eine sachkundige, sittliche Staatsführung zu stellen.
. Nur darf m?| Läßt man durch Untätigkeit den Radikalismus weiter fortschreiten, so wird er sehr h dies alles v0" yjel schlimmere Formen annehmen als 1918. Darauf ist immer hingewiesen, diese Pflicht
wir kein 1gıl en wollen. W vermeidbar is
eine materiell"&i auch hiermit erfüllt.
lie Möglichkeif 7;
erdings klar&® fin Risiko sehe ich für den entschlossen Handelnden überhaupt nicht mehr. Wie ist es ‚rim Volk n0€° Höglich, daß das so anständige deutsche Volk so lange ein so unhaltbares System trägt? on beiden möll Die Erklärung ist einfach: nur weil sich alle Verstöße gegen Recht und Anstand im Ienen Zustand" I'hutze der Geheimhaltung und unter dem Druck des Terrors vollziehen. Dies ändert ‚ist, wird min$ch mit einem Schlage, wenn das Licht der Wahrheit in aller Öffentlichkeit auf die un- ich alle sonstif" hltbaren Zustände gerichtet wird. Man stelle dem deutschen Volk in klaren Worten, Jargelegten fa) Wer öffentlich dar, was es im geheimen schon weiß und bespricht: nämlich die Folgen infähiger militärischer Führung, das Übermaß von Korruption, die zahllosen Ver- hechen, die mit unserer Ehre nicht vereinbar sind, und richte dann öffentlich an alle die Irage, wer bereit ist, diesen Zustand gutzuheißen, und wer es für richtig hält, daß er en Einfluß@ kstehen bleibt. Ich übernehme die Bürgschaft dafür, daß niemand dann vortritt; denn der unfähig NT€! gibt in der ganzen Welt niemand, selbst keinen geborenen Verbrecher, der sich ielen zu vertif iWentlich zu einem System der Verbrechen bekennt. h untadelig WE Es ist ein großer Irrtum anzunehmen, daß die seelische Kraft des deutschen Volkes
t!ischöpft sei; sie ist nur geradezu planmäßig verschüttet. Es ist also die Aufgabe einer is und den Terror, hinwegzuräumen,
wiesen hat, 0 hrt, weil sies® ftttenden Tat, die Deckmasse, d. h. das Geheimn mer wie Korupt© Recht und Anstand wiederherzustellen und damit einen ungeheuren seelischen Kraft- zıwachs frei zu machen. Lassen wir uns nicht in unserem Glauben daran beirren, daß „ Arbeiterschl dis deutsche Volk wie in der Vergangenheit, so auch für die Zukunft dies will: Ge- tichtigkeit, Redlichkeit und Wahrhaftigkeit! Die geringen entarteten Bestandteile {, von Teilen!"nseres Volkes, die das nicht wollen, müssen, wie früher, durch die auf das Recht ge- ie wah4® Sützte Kraft des Staates unten gehalten werden. s
E97 Es handelt sich also praktisch nur darum, einen Zustand herzustellen, in dem es auch KO har 24 Stunden möglich ist, die Wahrheit wieder zu Worte kommen zu lassen und Fehlt,"&imit das allgemeine Vertrauen in den festen Willen zu gewinnen, daß Recht und An- nicht nur) Sand wieder herrschen sollen.
med” Ich bin gefragt worden, ob es nicht richtiger sei, te oder Frühsommer 1944, Rußland durch einen entscheidenden Schlag so weit zu vF sthwächen, daß es als ernsthafter Kriegsgegner ausscheidet. Ich unterstelle, daß dies nöglich ist. Meine Antwort muß trotzdem ein klares Nein sein. Wir haben nicht mehr $) viel Zeit, um einen solchen militärischen Erfolg, selbst wenn er möglich sein sollte, abzuwarten; denn in der Zwischenzeit vollziehen sich auf allen Gebieten alle jene Ent- Niccklungen, die oben dargelegt sind. Ihre Wirkungen, besonders die der Luftangriffe— nan bedenke die Folgen, wenn auch nur 20 rüstungswichtige Städte und ihre Arbeits- sätten das Schicksal Essens erleiden— müssen einen solchen Grad erreichen, daß an ehe Möglichkeit, den Krieg weiterzuführen, gar nicht zu denken ist. Wir würden also theoretisch gedacht— bestenfalls einen Erschöpfungssieg im Osten erringen, den wir aber politisch nicht mehr ausnützen könnten, sondern den wir mit weiteren schweren Putopfern, mit gewaltigen Zerstörungen und mit dem Versiegen aller materiellen und
zunächst einmal erst, etwa im W in-


