Druckschrift 
Carl Goerdeler und die Deutsche Widerstandsbewegung : mit einem Brief Goerdelers in Faksimile / Gerhard Ritter
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen

26 Erstes Kapitel

ir. Aus I und II ergibt sich die Notwendigkeit für den Osten, selbständig zu ra

IV. Dies Handeln wird, wenn rechtzeitig und militärisch erfolg- reich, die Bevölkerung mitreißen, selbst wenn die Parteiführer sich jetzt abwartend verhalten.«

Es geht also nicht bloß um Abwehr eines Einmarsches der Bin sondern um ihre»Niederwerfung«. Ob diese mit den isolierten Kräften der im Osten stehenden"Armeekorps ohne Un- terstützung der Reichsbehörden möglich und ob die Bevölkerung Ost- und Westpreußens nach beinahe 5 Jahren Weltkrieg noch imstande und ernstlich bereit sein würde, einen neuen Krieg mit- zumachen und zu nähren, das wird von unserem Patrioten gar nicht erst diskutiert. Sehr viel mehr interessiert ihn die Frage, ob das Armeekommando und das parlamentarische Aktionskomitee so viel»Mut«,»Energie«,»klare Entschlossenheit« besitzen wer- den, um aufjede Gefahr zu»handeln«- auch gegen den Befehl der OHL und der republikanischen Reichsregierung. Die Entschei- dung eilt im höchsten Grade und Shee diese" drängende Eile wären seine Pläne unbegreiflich! Am 16. Juni kommt Gocrde nach Danzig; genau eine Woche später wird die Entscheidung über den Versailler Vertrag in Weimar fallen. Aber noch vorher hofft er,»vollendete Tatsachen« zu schaffen. Als eine Danziger \rheiterversammlung unter linksradikaler Führung den General- streik beschließt für den Fall, daß die Militärs zum Grenzkrieg übergehen sollten, rät Goerdeler dringend zur Verhaftung der Wortführer und ebenso derjenigen Persönlichkeiten, die jetzt einen Freistaat Danzig ausrufen wollen. Es soll dazu der»Be- lagerungszustand« erklärt werden. Generalkommando und Ober- präsident lehnen das ebenso ab wie den von ihm entworfenen Aufrufan die Bevölkerung. Gleichwohl verhandelternocham 21. mit einem Leutnant vom Posenschen Grenzschutz, der ihm ver- spricht, spätestens in der Nacht vom Sonntag zum Montag(22. auf 23.)»die Front auf mehrere Kilometer zum Kampf zu brin- gen«. Tatsächlich trifft am 23. früh ein Telegramm vom Unter- abschnitt Kreutz ein:»Von zwei Seiten durch polnische Angriffe schwer bedroht. Feindlicher starker Angriff steht unmittelbar bevor. Unterstützung erbeten. Wir kämpfen bis zum letzten Blutstropfen und halten Front bis zum Äußersten.« Sofort berei- tet Goerdeler gemeinsam mit dem Abgeordneten Dr. Fleischer einen fammenden Aufruf an die Bevölkerung vor:»Noch ist der Friede nicht unterzeichnet, und schon matschiert der Pole!«? Aber bald stellt sich heraus, daß in Wahrheit kein Schuß gefallen, kein polnischer Angriff oder Vormarsch erfolgt ist. So bricht die

ganze polnis Itiker nicht, Batoc) offizie sich daß si läßt, die eb Go sehr| ranis: sie»p Klarh wird urtejl Pläne jedem wie s; Uner: hindu auf d Öffen! ten s( politi lichk Schw Dede: tegu: Mmoch Alliie Verlu Loy auf Stell, Sich. Pan Hille ders:

die(