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zu prüfen, ob unsere Lehrer bei den heilsamen Worten unseres Herren Jesu Christi " bleiben oder nicht; und nur mit dieser uns wissenschaftlich und geistlich aufgegebenen Methode haben wir zu prüfen. Mag ein Lehrer eine Theologie" haben, welche es ſei- um der Wahrheit des Evangeliums, nicht um einer hochnäsigen Kritiksucht willen, haben Lehrer und Studenten sich in echtem wissenschaftlichen und brüderlichen Geist Rechenschaft über die Schriftgemäßheit ihrer Lehre und Arbeit zu geben.
Es darf bei dieser Gelegenheit wohl im Namen der Mehrzahl aller deutschen Theologiestudenten unser aufrichtiger Dank den Professoren und Privatdozenten an den deutschen Universitäten ausgesprochen werden, die klar und unerschrocken an der Heiligen Schrift als der einzigen Vorm ihrer Lehre mit öffentlichem Bekenntnis festgehalten und sich gegen jeden anderen„ Prüfstein" einer biblischen Theologie entschieden gewehrt haben. Sie sind uns in der Tat nicht nur wissenschaftliche Lehrer, sondern auch führer und Erzieher gewesen.
Um so bedauerlicher ist es für uns, daß wir, die Theologie des Kreuzes lernen sollen, auch noch zahlreichen Lehrern begegnen, die entweder überhaupt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herren Jesu Christi " bleiben, bzw. nicht allein dabei bleiben oder ,,, die da meinen, Gottseligkeit sei eine Erwerbsquelle". Vielleicht horribile dictu- fällt auch mitunter beides zusammen.
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Den ersteren, die aus einem bestimmten theologischen, bzw. philosophischen Verständnis des Wortes Gottes als ehrliche und echte Wissenschaftler lehren, dürfen wir vielleicht die bescheidene frage vorlegen, die den Titel dieser Schrift abgegeben hat: ,, Wohin sollen wir gehen" wenn wir wahre Erben der Reformation und wahre Diener des Wortes werden sollen, als allein hinter dem Christus, den allein die Heilige Schrift bezeugt, und der allein„ Worte des ewigen Lebens" hat?? Sollten die Zeiten herankommen, daß auch die bitterernste Scheidung zwischen Schülern und Lehrern erfolgen muß nach dem ganz schlichten Maßstab, wer sich als„ Mitarbeiter Gottes" bekennt oder wer noch oder nur wo anders mitzuarbeiten hat? Wir fordern und wünschen gewiß, daß unsere Lehrer in unserer Zeit stehen und arbeiten. Es ist aber wohl auch für einen Theologieprofessor wie für einen Studenten der Theologie die natür


