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mehr, als sein ist, und damit mehr, als die Furcht des Herrn zuläßt.
In der Furcht des Herrn- wollen und müssen wir uns mit den Forderungen unserer Zeit- und Volksgenossen auseinandersetzen, gerade als evangelische Theologen, die wissen, daß sie keine Sonderrechte von dieser Welt, aber Sonderpflichten gegenüber dieser Welt haben, von denen sie keine Zeitströmung, Herrlichkeit oder Gewalt dieser Welt entbinden kann.
In der Furcht des Herrn- wollen und müssen wir unseren täglichen Wandel in allen Dingen führen, gerade als evangelische Theologen im Dritten Reich, die ihren Wandel von keiner anderen Sitte und Lehre bestimmen lassen dürfen, die dieser Furcht zuwider ist.
Wenn dann im Laufe unseres Studiums in Gottes Wort zu dieser Furcht des Herren noch die Liebe und der Glaube Gottes hinzukommen, werden wir alle diese Forderungen als völlige Rinder nur noch reiner und gewisser tun können. Wichtig ist für uns heute, daß wir den Anfang der Weisheit geschenkt bekommen und darin jederzeit wandeln möchten.


