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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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gen ſich dann ſtark, das Maul iſt heiß, es fließt viel Schleim aus demſelben, der Athem iſt heiß und zuletzt ſtinkend. Endlich tritt Durchfall ein, der Bauch erſcheint geſpannt, es kommen Beäng⸗ ſtigungen und das Thier ſtirbt gleichſam an Er⸗ ſtickung.. Bei der Eröffnung findet man das Fleiſch und die Druͤſen am Halſe, ſo wie die Luftröhre, den Schlund und die Kehle krebsartig entartet, das Gehirn und deſſen Häute von ſchwarzem, di⸗ ckem Blute unterlaufen, auch die Eingeweide der Bauchhöhle zuweilen voller Geſchwüre.

Das Fleiſch dieſer Thiere iſt weder für Men⸗ ſchen noch für Thiere genießbar, vielmehr ſchãäd⸗ lich, und dieſelben müſſen unter polizeilicher Auf ſicht vergraben werden.

§. 90.

Ruß der Der ſogenannte Ruß der S chweine beſteht Schweine. in einem Hautausſchlage, wobei ſich ſchwarze Schuppen am Halſe, Bruſt und Bauche, nicht ſel ten auch am ganzen Körper bilden. Die Borſten ſind ſtruppig und verwirrt. Die Thiere haben dabei gewöhnlich noch gute Freßluſt, magern aber ab, und bekommen zuletzt Durchfälle nebſt After⸗ zwang und Vorfall. 4 Das Fleiſch ſolcher Thiere darf weder ge⸗ noßen noch verkauft werden. V

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