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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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durchaus roͤthlich gelb und weicher als gewoͤhnlich, das Fett citrongelb, die waͤſſerigen Anſammlungen gleichfalls gelblich gefaͤrbt.

Der Genuß des Fleiſches iſt durchaus zu verbieten.

H 4 74.

Die Wuthoder Waſſerſcheu wird gemeinig⸗ lich durch den Biß wuͤthender Hunde dem Rindvieh, den Schaafen und Schweinen mitgetheilt. Vor dem Ausbruche der Krankheit ſind die Thiere traurig und traͤg in allen Bewegungen, werden darauf ſchuͤhhtern und zuletzt boßhaft, ſtoͤßig und bißig. Die Augen ſind dabei angeſchwollen, truͤb und triefend, der Blick iſt ſcheu. Aus dem Maul fließt eine Menge ſchaumigen Schleims; ſie bruͤllen und

ſchreien oͤfters, aber mit ganz veraͤnderter, mehr

rauher, klangloßer Stimme. Die Freßluſt iſt ganz verſchwunden. Zuweilen ſcheuen ſie das Waſſer, oͤfters auch nicht; haͤlt man ihnen dergleichen vor, ſo fahren ſie mit Haſt darnach als ob ſie ſaufen wollten, ſobald ſie es jedoch mit dem Maul beruͤh⸗ ren, fahren ſie erſchrocken zuruͤck, toben und bruͤllen, ſuchen ſich loszureißen wenn ſie angebunden ſind, bohren mit dem Kopfe gegen die Wand, und beißen wuͤthend nach allem was man ihnen vorhaͤlt.

Solche Wuthanfaͤlle treten oͤfters ein, bis ſich end⸗ lich das Thier erſchoͤpft hat und todt niederſtuͤrzt. Die Veraͤnderungen, welche man bei der Eroͤff⸗

Wuth⸗

krankheit bei

Thieren.