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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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Haͤute ſollten außerdem, einer moͤglichen Anſteckung anderer Thiere wegen, nicht einmal zum techniſchen

Gebrauche, noch das Fleiſch als Thierfutter ver⸗

wendet, ſondern die Thiere ganz und gar vergra⸗ ben werden.

Waſſerſucht

§. 72. Bei der Waſſerſucht findet man mehr oder

bei Thieren. weniger bedeutende Anſammlungen von waͤßeriger Fluͤßigkeit in verſchiedenen Theilen des Koͤrpers, und zwar im Kopfe, in der Bruſt⸗ und Bauch⸗ hoͤhle, und damit verbunden oder allein, in der Haut des ganzen Koͤrpers. Außer dieſen Waſſer⸗

anſammlungen findet man bei der Eroͤffnung ſol⸗

cher Thiere alles Fleiſch blaß und waͤßerig, das Blut

duͤnnfluͤßig, das Fett an Menge gering, weich,

das Zellgewebe mit Waſſer angefuͤllt. Das Fleiſch dieſer Thiere iſt aͤußerſt eckelhaft, ganz ohne Nah⸗ rungsſtoff, daher deſſen Verkauf und Genuß gaͤnz⸗

Gelbſucht bei Thieren.

lich zu unterſagen.

§. 73.

Bei der Gelbſucht, welche in Folge von Le⸗ berentzuͤndungen und Verhaͤrtungen, von Gallen⸗

ſteinen u. ſ. w. entſteht, und oft mit Waſſerſucht

verbunden iſt, findet man in geſchlachteten oder gefallenen Thieren jene krankhaften Veraͤnderungen in der Leber, und gewoͤhnlich noch Waſſer in einzel⸗ nen Hoͤhlen oder unter der Haut. Das Fleiſch iſt