Ruhr
bei Thieren.
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umgeben. Das Zwergfell erſcheint oft entzuͤndet und fleckig. Die Lungen findet man welk oder von Blut aufgetrieben, zuweilen brandig. Das Herz iſt weich und gelb, blutleer oder mit aufgeloͤßtem, ſchwarzem Blute angefuͤllt. Das Fleiſch hat eine dunkle Farbe, iſt weich und aufgeloͤßt. Der Genuß deſſelben iſt aufs ſtrengſte zu verbieten, und ſelbſt bei der Eroͤffnung der Thiere muß die groͤßte Vorſicht gebraucht werden, daß nicht die damit Beſchaͤftigten, durch Verunreinigung der entbloͤßten Hautſtellen, von einer der boͤsar⸗ tigſten und haͤufig toͤdlichen Krankheit— der ſoge⸗ nannten Brandblatter befallen werden. Es iſt daher von Polizei wegen anzuordnen, daß alle an Milzbrand gefallenen Thiere, wenn einmal die Krank⸗ heit durch die aͤußerlichen Kennzeichen und durch einige Leichenoͤffnungen erkannt worden, alsbald mit Haut und Haaren tief vergraben werden
muͤſſen.
§. 70.
Die Ruhr der Thiere beſteht in einem mit Fie⸗ berhitze und heftigen Bauchſchmerzen verbundenen haͤufigen, ſchleimigen oder blutigen Durchfalle, zu welchem ſich nicht ſelten ein Nerven- oder Faul⸗ fieber geſellt. Die Krankheit herrſcht gewoͤhnlich ſeuchenartig im Fruͤhling und Herbſte, entweder als Folge von Erkaͤltung bei rauher, naßkalter Wit⸗ terung, oder bei ſchnellem Uebergange von trocke⸗
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