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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
Entstehung
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rend eines, wenn auch anſcheinend gutarti⸗

gen Gallenfiebers geſchlachtet worden, kann nicht wohl als genießbar angeſehen, es muß daher damit wie mit dem von nervenſieber⸗ oder faulfieberkranken Thieren verfahren werden.

3) Das Schleim⸗ und Wurnfieber haben V beide ihren Grund in einer übermäßigen Verſchleimung der Eingeweide, beſonders der Bauchhöhle, zu welcher ſich bei letzterem noch die Erzeugung vieler Würmer von mancher⸗ lei Art geſellt. Beide Fieberarten geben ſich im Allgemeinen kund, durch einige, gewöhnlich nicht ſehr bedeutende Fieberhitze, durch Schleim⸗ Ausflüſſe aus Maul und Naſe, ſo wie durch ſchleimigten Huſten und Schleimabgang mit Urin und Miſt; ferner durch verminderte Freßluſt und ſchlechte Verdauung, wobei die Thiere träg und ſelbſt ſtumpf und ge fühllos ſind, ohne alle Kraft bei Bewegun gen, und der ganze Körper wie aufgedunſen iſt. Bei vorhandenen Würmern treten noch mancherlei Krampfzufälle hinzu, nämlich öf⸗ teres Herzklopfen, Bauchſchmerzen, zuweilen Harnſtrenge und Harnverhaltung und Zähne⸗ knirſchen; der Augenſtern iſt dabei gewöhn⸗

lich erweitert, der Speichel läuft häufig aus

dem Maule, und die Thiere haben bald ver⸗ ſtärkte bald gar keine Freßluſt. Mit dieſen

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