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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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dieſer Krankheit leidend, gleich anfangs ge⸗ ſchlachtet werden, taugt nicht zur menſchli⸗

chen Nahrung, nur andern Thieren kann es noch gegeben, und die Haut benützt werden.

Hatte die Krankheit aber den höchſten Grad erreicht, ſo muß das Thier mit Haut und Haaren verſcharrt werden.

3) Das Gallenfieber gibt ſich im Allge⸗

meinen durch große brennende Hitze der Thiere, verbunden mit gelblichem Ausſehen der Maul⸗ Naſen⸗ und Rachenhöhle und der Augen, ſo wie durch gelbliche Färbung des Urins und Miſtes zu erkennen. Nicht ſelten iſt daſſelbe mit einem Nerven⸗ oder Faulſieber

verbunden, und dann kommen die Erſchein⸗

ungen von dieſen noch hinzu. Bei der Eröffnung geſchlachteter oder gefallener Thiere findet man beſonders die

Leber verändert: vergrößert, ſchwarzgelb von

Farbe; die Gallenblaſe ausgedehnt mit Galle

überfüllt, alle benachbarten Theilen, ſo wie

alles Fett, alle Häute und Flechſen gelblich gefärbt, das Fleiſch iſt dunkel von Farbe und ſoll bitter ſchmecken.

War das Gallenſieber mit Faulſieber verbunden, ſo findet man noch außerdem diejenigen Veränderungen, welche dieſe Krank⸗ heit im Körper zurückläßt.

Das Fleiſch von Thieren, welche wäh⸗