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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
Entstehung
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*) Das Fleiſch der Ochſen(maͤnnliche ver⸗ ſchnittene, voͤllig ausgewachſene Thiere) wenn dieſe gehoͤrig fett ſind, iſt von hoͤchſter Guͤte und Vollkommenheit. Die Fleiſchfaßern ſind derb ohne weich zu ſeyn, das Fett iſt koͤrnig, von gehoͤriger Conſiſtenz, gleichmäßig im Zell⸗ gewebe und zwiſchen den Fleiſchfaßern ver⸗ theilt, das Fleiſch daher ſehr nahrhaft und von beſter Qualitaͤt.

d) Kuͤhe werden gewoͤhnlich erſt in der Ab⸗

nahmsperiode geſchlachtet, wo dann die Fleiſch⸗ faßern ſchon hart und ſtraff ſind, das Fleiſch daher zaͤhe und unſchmackhaft, und nur von geringer Qualitaͤt iſt. Werden Kuͤhe aber im fruͤheren Alter(zwiſchen 5 und 10 Jah⸗ ren) und bei gutem Fettzuſtande, geſchlachtet, ſo liefern ſie oft noch ein beßeres und ſchmack⸗ hafteres Fleiſch als Ochſen in demſelben Alter. Rinder(weibliche ausgewachſene Thiere) verhalten ſich hinſichtlich der Qualitaͤt ihres Fleiſches wie Stiere.

Reiblinge(zwiſchen Stieren oder Rin⸗ dern und Kaͤlbern in der Mitte ſtehend, in dem Alter vom Zahnausbruche bis zu dem des Zahnwechſels, von einigen Wochen bis zu 2 Jahren) liefern ein Fleiſch, welches we⸗ der Kalb⸗ noch Rindfleiſch, fuͤr jenes zu alt, fuͤr dieſes zu jung, zu derb iſt, um als Kalb⸗ fleiſch gelten, und zu weich, um als Rind⸗