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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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Zickel.

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Die verſchiedenen Arten dieſer Thiergattungen verhalten ſich hinſichtlich der Guͤte ihres Fleiſches ſehr verſchieden. Die Erfahrung lehrt hieruͤber Folgendes:

1) Rindvieh.

a) Bei Farren(SZuchtthiere maͤnnlichen Ge⸗

ſchlechts) und Kluppern(verſchnittene Farren,) welche gewoͤhnlich erſt dann zur Schlachtung kommen, wenn ſie laͤngere Zeit zum Begattungsgeſchaͤft gebraucht worden, ſind die Fleiſchfaßern feſt und hart, das dieſelben verbindende Zollgewebe weniger ausdehnbar, das Fett nicht weich, das Fleiſch iſt daher ſelbſt dann, wenn die Thiere auch durch eine reichliche Maſtung ſehr fett geworden, ſtets zaͤhe, feſt, ſelbſt hart und trocken, ſomit ſchwer verdaulich, wenig nahrhaft und uͤberhaupt von geringer Qualitaͤt.

Werden ſolche Thiere jedoch in einem fruͤ heren Alter, noch ehe ſie zur Zucht verwendet wurden, geſchlachtet, ſo iſt deren Fleiſch auch weicher, ſaftiger und von beßerer Qua⸗ litaͤt.

b) Das Fleiſch von Stieren(maͤnnliche ver⸗

ſchnittene Thiere vor dem Zahnwechſel) iſt locker, zart, noch nicht vollkommen ausgebil⸗ det, ohne Fett, daher unſchmackhaft, wenig nahrhaft, ſomit nur von mittlerer Qua⸗ litaͤt.