ſches gar nicht wenig), dieſe aber ſicher noch aͤußerſt gering im Verhaͤltniß zu den nicht offen kundig gewordenen; und dann moͤgen wohl gar viele verborgene Urſachen vieler Krankheiten in dem haͤufigen Genuſſe ſchlechten und kranken Flei⸗ ſches zu ſuchen ſeyn,— Urſachen, denen der Arzt oft erſt, durch irgend einen günſtigen Wink gelei⸗ tet, auf die Spur koͤmmt, waͤhrend er vorher lange nach anderwaͤrtigen geforſcht hat. Es kann aber auch nicht fehlen, daß ein ſo haͤufiges und bei vielen Menſchen taͤgliches Nahrungsmittel, wenn es nicht die natuͤrliche Friſche und Guͤte beſitzt, vielmehr alt und verdorben iſt, oder gar von kran⸗ ken Thieren kommt, nicht ſelten die Saͤfte und Kraͤfte des Genießenden veraͤndern, und in ſeinen Koͤrper den Keim zu einer vielleicht erſt ſpaͤter ſich entwickelnden Krankheit legen muͤſſe. Uebrigens auch angenommen, daß die Faͤlle von Erkranken nach dem Genuſſe des Fleiſches von kranken Thie⸗ ren ganz ſelten ſeyen, und in der Mehrzahl der⸗ ſelben der menſchliche Magen, wie der von aas⸗ freſſenden Thieren, im Stande ſey, auch kran⸗ kes Fleiſch in einen guten Nahrungsſaft zu ver⸗ wandeln, ſo iſt unter Tauſend der Art, welche ohne uͤbele Folgen abliefen, ein Einziger, der das Gegentheil lehrt, ſchon hinreichend, den Einzelnen, der ja auch gerade der Einzige unter Tauſenden ſeyn koͤnnte, als den Staat, dem die Sorge fuͤr
*) S. Tſcheulin's thierärztliche Polizei, wo ſolche in Menge angeführt ſind.


