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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
Entstehung
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das Wohl aller ſeiner Buͤrger obliegt, von der Nothwendigkeit der Anwendung eines Mittels zu uͤberzeugen, durch welches moͤglicherweiſe am beſten den uͤbelen Folgen des Genuſſes kranken Fleiſches vorgebeugt werden kann, naͤmlich einer ſtrengen und ihrem Zwecke entſprechenden Fleiſchbeſchau. Daß uͤbrigens das Schlachten kranker und uͤber⸗ haupt fehlerhaften Thiere, deren Fleiſch entweder ganz unbrauchbar, oder doch nicht von einer Oua⸗ litaͤt iſt, die es fuͤr den oͤffentlichen Verkauf taug⸗ lich macht, ſo ſelten nicht ſey, beweißt die Erfah⸗ rung des Thierarztes Obermayer, welcher waͤhrend einer zwoͤlfjaͤhrigen Ausuͤbung der Fleiſchbeſchau, zufolge genauer Aufzeichnung und Zuſammenſtel⸗ lung, gefunden: daß nur wenig mehr als drei Viertheile der Schlachtthiere ganz gut und un⸗ tadelhaft, beinahe ein Viertheil aber theils ganz unbrauchbar, theils von ſehr geringer und nicht fuͤr den oͤffentlichen Verkau f erfor⸗ derlicher Qualitaͤt geweſen. Ein ſolches Reſul⸗ tat ergab ſich bei einer ſtrengen und gewiſſenhaften Aufſicht, welches aber wird wohl das Verhaͤltniß ſeyn bei einer minder ſtrengen oder ganz fehlen⸗ den? Guͤnſtiger moͤchte es ſicher nicht ausfallen! Bisher war beilaͤufig nur von der Nothwendig⸗ keit der allgemeinen Einfuͤhrung der Fleiſchbeſchau, als einer aus geſundheitspolizeilichen Gruͤnden hergeleiteten Pflicht der Staatsregie⸗ rung die Rede; es muß jetzt aber noch ein ande⸗