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Zur Bestimmung vielfacher Integrale.
continuirlichen Faktor genügt werden kann. Es ist überraschend, in wel-
chem Grade durch diese Umformung, von der man auf den ersten Blick
sich wenig Erfolg zu versprechen versucht ist, die schwierigsten Integra- tionen vereinfacht werden, und wie durch dieselbe Probleme, die auf an- deren Wegen verborgene Kunstgriffe oder einen grofſsen Aufwand von Rechnung erfordern, ohne Schwierigkeit und mit alleiniger Hülfe einiger bestimmter Integrale gelöst werden können, welche wegen ihrer Wichtig- keit und ihres häufigen Vorkommens längst in die Elementarwerke über- gegangen sind.
§. 1.
Ehe wir dazu übergehen, die in der Einleitung beschriebene Me- thode zur Bestimmung oder Reduktion vielfacher Integrale auf Beispiele anzuwenden, wird es zweckmäſsig sein, einige allgemeine Bemerkungen über gewisse Schwierigkeiten vorauszuschicken, welche diese Anwendung zuweilen darbieten kann. Ist
ein vielfaches Integral, in welchem P eine beliebige Funktion der Variabeln ;, y,... darstellt und dessen Umfang wir uns durch Ungleichheitsbedin- gungen zwischen diesen oder auf irgend eine andere Weise bestimmt den- ken, so können zwei wesentlich verschiedene Fälle eintreten, welche denen ganz ähnlich sind, die bei unendlichen Reihen Statt finden. Setzt man näm- lich an die Stelle der Funktion ihren numerischen oder absoluten Werth, so wird das so modificirte, in demselben Umfange genommen gedachte In- tegral entweder einen endlichen Werth erhalten oder unendlich groſs wer- den. Im ersteren Falle hat das ursprüngliche Integral einen völlig bestimm- ten endlichen Werth, welcher von der Ordnung, worin die Integrationen ausgeführt werden, ganz unabhängig ist und auch derselbe bleibt, wenn man statt der Veränderlichen—, N,.. irgend welche neue einführt(1). Ganz
(1¹) Es ist hier nur von der Einführung neuer Variabeln im gewöhnlichen Sinne des Wortes die Rede, bei welcher Operation an die Stelle der ursprünglichen Variabeln x, ,. andere p, 7,* in gleicher Anzahl treten, welche bestimmte Funktionen der erstern sind. Zerlegt man hingegen jedes Element des gegebenen Integrals durch Einführung neuer In- tegrale in unendlich viele neue Elemente, so kann das so entstehende Integral einer höhern
— 2 ES, “ ͤ““ 4„ 3*


