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Maͤrz d. J. Folgendes mit. Mir ſelbſt erkrankte eine Kuh. Sie hing den Kopf, zeigte keine Freßluſt, hatte truͤbe und etwas thräͤ⸗ nende Augen, die Haare ſtanden uͤber den ganzen Koͤrper aufrecht; Hoͤrner und Ohren waren abwechſelnd kalt; auch war das Maul naß und kalt. Überdies ſchlug der Puls ſehr ſtark und geſchwind und gewahrte man innerliche Stoͤße nach der Bruſt; endlich ſtellte ſich Zittern im ganzen Koͤrper, namentlich aber in den Hin⸗ terſchenkeln ein, wobei die Kuh mit gekruͤmmtem Ruͤcken da⸗ ſtand, unaufhoͤrlich mit den Hinterfuͤßen trat und mit dem Schwanze wedelte. Sobald ſich die erſten Zeichen eingeſtellt hatten, ließ ich die Pulver anwenden und die Kuh wurde ge⸗ rettet.— Vorher, oder ehe man die Heilkraft dieſer Pulver (ich hatte naͤmlich dem Buͤrgermeiſter Pulver aus Milchzucker mit Anthracin zukommen laſſen in der gewoͤhnlichen Doſis) kannte, ſind mir waͤhrend zweier Jahre, ohnerachtet alle be⸗ kannten Mittel mit aller Genauigkeit angewendet wurden, 4 Kuͤhe und 1 Rind gefallen, bei welchen ſich dieſelben Symptome zeigten, daher die Rettung dieſer Kuh den Pulvern zugeſchrie⸗ ben werden muß.——
55) Sodann erkrankte dem Ortsbuͤrger Georg Konrad Keller ebenfalls eine Kuh, bei der ſich dieſelben Kennzeichen blicken ließen, die aber auch gerettet wurde. fn 1.
56) Ferner erkrankte dem Ortsbuͤrger Nikolaus Aledter eine Kuh. Auch dieſe wurde gerettet. 1 48
57) Dem Wirth Heyer erkrankte geſtern ebenfalls eine Kuh an derſelben Krankheit, denn alle beſchriebenen Kenn⸗ zeichen ſtellten ſich ein. Sobald ſich aber dieſe Kuh klagte, wurde ihr ein Pulver beigebracht und damit fortgefahren. Nach⸗ dem ſie 4 Pulver erhalten hatte, war ſie voͤllig hergeſtellt.
58— 70) Der Buͤrgermeiſter Kraͤmer in Altenbuſſek be⸗ richtet mir am 2. Septbr. l. J., daß er durch die von mir gegen den Milzbrand erhaltenen Koͤrner in ſeiner Gemeinde -12 Stuͤck Hornvieh geheilt habe, die alle Zeichen des Milz⸗ brandes verrathen haͤtten. 523
7¹) Der Buͤrgermeiſter Koͤhler in Langsdorf theilte mir folgenden Bericht mit. Dem Foͤrſter Sames erkrankte eine Kuh am Milzbrande; ſie zitterte heftig, das Waſſer lief ihr ſchon in Menge aus den Augen, die Haare waren geſtraͤubt. Gleich nach Eingeben der fuͤnf Streukuͤgelchen beſſerte ſie ſich und nach der zweiten Gabe bekam ſie wieder Freßluſt und ward voͤllig geſund. 17615
72) Dem Andreas Roth erkrankte desgleichen eine Kuh mit den gewoͤhnlichen bekannten Symptomen des Milzbrandes und ward durch daſſelbe Mittel geſund.


