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Bei denen, die mehrere Stunden oder einen Tag lang vor dem Tode Kennzeichen der Krankheit verriethen, nahm man folgende Krankheitserſcheinungen wahr. Das Schaf wird trau⸗ rig, matt und hinfaͤllig; iſt es unter der Heerde, ſo bleiht es gern zuruͤck, kann mit den uͤbrigen nicht fort, bleibt mit her⸗ abhaͤngendem Kopf ſtehen oder legt ſich nieder, und kann nicht wieder aufſtehen; es zittert am ganzen Koͤrper beim Stehen, und iſt, hat es ſich gelegt und wird auf die Beine geſtellt, wie lendenlahm, es geht auffallend langſam, taumelnd, ſteht bald wieder ſtill, bis es ſeitwaͤrts wieder niederfaͤllt. Die Au⸗ gen ſind voll Waſſer, ſpaͤter voll klebrigen Schleims, wodurch ſie zukleben und glaͤſern. Aus der Naſe fließt ein ſchleimig gelblicher oder gelblich weißer Schleim.Haͤlt man das Maul und die Naſe zu, ſo geht blutiger Urin oder Blut anſtatt Urin unwillkuͤhrlich ab. Der Athem iſt beengt. Bei einigen fuͤhlt man hie und da Knoten durch die Wolle. 3
„Nach den Beobachtungen Anderer ſind die Augen ſtarr glaͤnzend und hervorſtechend, die Schnauze iſt trocken und hochroth, das Athmen ſehr aͤngſtlich und geſchieht nur mit dem „Bauche. Am Schaͤdel entſteht eine Geſchwulſt, die in der all⸗ gemeinen Decke ihren Sitz hat und uͤber den ganzen Kopf ſich verbreitet. Dabei fließt ſchaumiges Blut aus der Naſe und dem Maule, es erfolgen Zuckungen und unerwartet ſtirbt das Thier in kurzer Zeit. Bisweilen wird die ganze Haut bren⸗ nend heiß, und es erſcheint am Kopfe, am Halſe und Ruͤcken ein rothlaufartiger Ausſchlag mit und ohne Blaͤschen, der bald mißfarbig wird. Das Athmen iſt keuchend und kalt, und un⸗ ter Zuckungen endet das Thier ſein Leben. Bei Vielen kann man bald zu Anfange der Krankheit an den duͤnn bewollten Stellen rothe Punkte und Tupfen ſehen, oder ſandartige koͤr⸗ nige Erhabenheiten fuͤhlen.
§ 6. Kennzeichen des Milzbrandes bei den Pferden.
Auch hier faͤngt die Krankheit oft mit Traurigkeit an; dann bemerkt man die Augen truͤbe, ſtier; der Athem wird tiefer als gewoͤhnlich geholt, das Thier ſtoͤhnt, der Rachen iſt


