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dritte Gattung betrifft dem Orte nach einen oder den andern Schenkel; iſt mit Hitze verknuͤpft, und man ſieht, daß das Vieh vor Schmerz nicht recht auf dieſen Fuß, den es betrifft, auftreten koͤnne, es muß alſo nothwendig hinken. Schon beim Anruͤhren aͤußert das Thier Schmerz. Die Haͤrte derſelben iſt geringer, als bei der erſten, und groͤßer, als bei der zwei⸗ ten Gattung. Sie breitet ſich meiſt uͤber den ganzen Schenkel aus. Kauſch beobachtete, daß dieſe Geſchwulſt, ohne daß die Haut geborſten war, eine Art von talgiger Fettigkeit aus⸗ ſchwitzte. Dieſe Fettigkeit traͤufelte auf den Fuß, und dort coagulirte ſie ſich in Form einer unſchlittartigen Maſſe.
Ganze Jahrgaͤnge beobachtete Kauſch, wo an keinem
Stuͤck Beulen zum Vorſchein kamen, auch entſtehen keine,
wenn die Krankheit ſchnell in wenigen Stunden toͤdtet, oder ſie zeigen ſich erſt, wenn das Thier im Begriff iſt zu ſterben; oft erſcheinen ſie erſt, wenn die Krankheit anhaͤlt, und man kann daher bei einem Stuͤck, bei welchem Beulen entſtehen, und welches nicht bald ſtirbt, Hoffnung zur Beſſerung haben. Wenn die Beulen am Kopfe, oder am Halſe ausbrechen, er⸗ folgt oft in kurzer Zeit der Tod; brechen ſie am Hinterſchenkel oder Bruſtlappen aus, ſo kommen die Stuͤcke meiſt davon. Am Hodenſacke und am Bauche deuten Geſchwuͤlſte immer auf Gefahr. Entſtehen die Beulen vorn, ſo will man beobach⸗ tet haben, daß die Zunge vorzuͤglich brandig ſei.
.§. 5. Von den Kennzeichen des Milzbrandes bei den Schafen.
Bei den Schafen nennt man die Krankheit hitzige Schaf⸗ krankheit, das heiße Blut, Blutſeuche, Blutkrankheit, Milz⸗ blutkrankheit, Sommerſeuche, am gewoͤhnlichſten Milzbrand, auch Blutſtaupe. 1
Unter den Schafheerden wuͤthete der Milzbrand in hieſi⸗ ger Gegend in den letzten Jahren noch weit aͤrger, als unter dem Hornvieh. Die Thiere ſtarben in der Regel ſchnell. Oft nahm man vor dem Tode aͤußerſt wenige oder gar keine Kenn⸗ zeichen der Krankheit wahr. Stilleſtehen, Zucken, Zittern, Fallen und Sterben geſchah haͤufig in wenigen Minuten.—


