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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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§. 1..

Der Milzbrand iſt eine der aͤlteſten Thierkrankheiten und herrſchte faſt in jedem Jahrhunderte bis auf aunſere Zeit o h

Moſes erwaͤhnt eine herrſchende Seuche, an der allerlei Vieh der Ägyptier ſtarb und von welcher auch viele Men⸗ ſchen befallen wurden. Dieſe Seuche kam im Sommer zur Zeit der Arnte vor. Ihre Eigenthuͤmlichkeit, wie ſie Moſes beſchreibt, laͤßt keinen Zweifel uͤbrig, daß die herrſchende Seuche der Milzbrand war. umpan au Homer erwaͤhnt einer Viehſeuche waͤhrend des trojani⸗ ſchen Krieges, welche im griechiſchen Lager ausbrach, und Pferde, Kameele, Maulthiere und Hunde, zuletzt auch viele Menſchen wegraffte. Dieſe Seuche entſtand bei einer langdauernden hei⸗ ßen Witterung, der viel Regenwetter vorausgegangen war. Sie kann nur Milzbrand geweſen ſein, da ſie bei heißer Witte⸗ rung entſtand, viele Thiergeſchlechter ſowie auch die Menſchen ergriff. 1 8 412 G19194 2 mn⸗ 3 Ovid ſchildert uns in ſeinen Metamorphoſen eine allge⸗ mein verbreitete toͤdtliche Krankheit, die anfangs die Hunde, die Voͤgel, die Ochſen, dann die Schafe und alles Vieh, endlich auch die Menſchen befiel und eine große Verheerung anrich⸗ tete. Ovid ſchreibt ihr Entſtehen der zu großen Hitze zu, die lange anhielt und ſehr naſſer Witterung folgee. Plutarch erwaͤhnt in ſeinen Schriſten eine Krankheit, die im Jahre 753 a. Ch. viel Vieh und Menſchen wegraffte. Auch dieſer Schriftſteller ſchreibt ihr Entſtehen einer ſehr lange anhaltenden trockenen heißen Witterung zu, der viel Regenwet⸗ ter vorausging. chlaor 373 1 13l