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Beſitzer der Kuh kam deßhalb zu mir, aber auch dieſer Reſt der Krankheit wurde durch fortgeſetzten Gebrauch des Anthra⸗ cin's, alle 6 Stunden eine Gabe, in 72 Stunden voͤllgg beſei⸗ tiget.— Eine andere Kuh bekam nach der Heilung eine große Geſchwulſt auf dem Ruͤcken. Hiervon durch den Beſitzer be⸗ nachrichtiget, ließ ich alle 6 Stunden Anthracin fortreichen, und in 48 Stunden verſchwand die Geſchwulſt- 8
47) Dem Johannes Wolff in Baͤrſtadt erkrankte Abends ploͤtzlich eine Kuh, nachdem ſie noch kurz vorher munter von der Weide gekommen war, am Milzbrande. Die Freßluſt fehlte gaͤnzlich; Ohren, Naſe und Hoͤrner waren eiskalt, die Haare uͤber den ganzen Koͤrper ſtruppig, die Augen ſtarr, glaͤnzend und beſtaͤndig ſtark waͤſſernd; aus dem Maule lief beſtaͤndig viel Geifer, die Milch war gaͤnzlich verſchwunden; Stuhlver⸗ ſtopfung. In Zeit von einer Stunde wurden dem Thiere 4 Gaben des bekannten homdoͤopathiſchen Heilmittels gegen den Milzbrand gereicht, und man hatte ſchon nach Verlauf dieſer kurzen Zeit die Freude, zu ſehen, daß die Krankheit gehoben ſei. Es zeigte ſich wieder Freßluſt, Wiederkaͤuen. Nachdem alle Kennzeichen, an welchen man die verheerende Krankheit erkennt, verſchwunden waren, blieb nur noch Rauhigkeit des Felles zuruͤck, indem die Haare ihren fruͤheren Glanz nicht wieder bekommen hatten. Das Heilmittel wurde fortgeſetzt, alle 6 Stunden eine Gabe gereicht, und ſo ward in 3 Tagen auch dies beſeitiget.
48) Dem Ortsbuͤrger Jaͤger in Baͤrſtadt erkrankte gleich⸗ falls eine Kuh am Milzbrande mit denſelben Kennzeichen. Auch ſie wurde durch einige Gaben Anthracin voͤllig geheilt. Der Buͤrgermeiſter Zinn beglaubigte dieſe Thatſachen als
wahr, welches Zeugniß, ſo wie alle die hier angefuͤhrten, in meinen Haͤnden ſich befindet und Jedermann zur Einſicht be⸗ reit liegt.
314 49 53) Der Thierarzt Stoll in Nauheim theilte mir brieflich mit, daß er 5 Stuͤck vom Milzbrande durch das von mir erhaltene Heilmittel vollkommen geheilt habe. Zwei Faͤlle dagegen, wo der Milzbrand gleich mit Convulſionen und Tod aufgetreten ſei, habe er nicht damit heilen koͤnnen, der Tod ſei zu ſchnell erfolgt. Eine naͤhere Beſchreibung, mit welchen Symptomen die Krankheit ſich bemerkbar gemacht hat, fuͤgt derſelbe nicht bei. Als Thierarzt verdient er indeſſen wohl vollen Glauben, daß er wirklich den Milzbrand geheilt habe, zumal dieſe Krankheit jaͤhrlich in jener Gegend herrſcht, alſo zu oft beobachtet wird, um ſie nicht zu erkennen.
54) Der Buͤrgermeiſter Heyer in Woͤlfersheim theilte im


