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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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indeſſen, ein ſicher helfendes Mittel gegen die Lungenfaͤule auf⸗ gefunden zu haben). ugleich machte ich aber auch die traurige Erfahrung, daß die Thiere, welche an Lungenfaͤule leiden, und vom Milz⸗ brande ergriffen werden, unrettbar verloren ſind, weni ſtens wollte es mir bis dahin nicht gelingen, von 5 Stuͤck auch nur eins durchzubringen. Indeſſen gebe ich nicht die Hoffnung auf, Mittel und Wege aufzufinden, um beide Seuchen, wo ſie zugleich ſich zeigen, bekaͤmpfen zu lernen. Daß ich die Lungenfaͤule behandelte, erwieſen die Sectionen, es unterliegt dies keinem Zweifel, und daß bei denen, die an der Lungenfaͤule litten und ſchnell ſtarben, der Milzbrand hinzugetreten war, bewieſen gleichfalls die Sectionen. 3

. 20 Beiſpiele von Heilungen.

1) Eine der beſten Kuͤhe des Pachter Gerlach in Eber⸗

ſtadt gab ploͤtzlich keine Milch, ließ den Kopf haͤngen, ſah

*) Da mir zur Behandlung der Lungenfaͤule das Gift davon fehlte, obgleich ich mich vielfach ſolches zu bekommen bemuͤhete, ſo war ich auf die uns bekannten gepruͤften Mittel beſchraͤnkt, von denen mir ein Mit⸗ tel dem Zuſtande, wie wir ſolchen in der Lungenfaͤule antreffen, am meiſten zu entſprechen ſchien. Mit dieſem Mittel. behandelte ich dieſe Seuche dis jetzt mit gluͤcklichem Erfolge. Dennoch nenne ich daſſelbe noch nicht, weil ich erſt noch mehr Erfahrungen daruͤber ſammeln will, ſonſt moͤchte ich gewiſſen Scharf geſpitzten Stahlfedern wieder Stoff ge⸗ ben zu Spoͤttereien und Sarkasmen, mit denen unſerer Wiſſenſchaft we⸗ nig gedient iſt, die unſere Wiſſenſchaft auch nicht foͤrdern koͤnnen. Es iſt aber in der Regel der Fall, daß der Witzbold nur üͤber Andere ſeine witzigen und beißenden Reden auslaͤßt, waͤhrend er an ſich ſelbſt nie denkt! Alles zu tadeln, iſt weder Verdienſt, noch Kunſt, aber das beſſer zu machen, was man tadelt, das iſt eines ausgezeichneten Mannes wuͤrdig! Den Begruͤnder der Homoͤopathie oͤffentlich von Jemandem ver⸗ ungtimpft zu ſehen, der doch mit Freuden die vom Begrüͤnder gebrochene

ahn betrat, muß jeden Redlichen mit unwillen erfuͤllen! Vergeſſen wir doch nie, daß ohne Hahnemann weder der groͤßte Witbold, noch irgend einer von uns die Bahn ſo gebrochen haben wuͤrde, wie ein Hahnemann! Dem Verdienſte daher ſeine Krone! Sapienti satl!