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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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dem Apotheker theuer bezahlt werden muͤſſen, noch viel koſt⸗ barer, als die alloͤopathiſche Behandlung, wie ich oben nach⸗ gewieſen habe..

§. 18.

Von der Behandlung der vom Milzbrande angeſteckten Menſchen.

Da der Gegenſtand zu wichtig iſt, da ſo viele Menſchen durch Anſteckung an den Folgen dieſer boͤsartigen Krankheit ſtarben, ſo halte ich es fuͤr meine Pflicht, meine Überzeugung hieruͤber auszuſprechen, wenn gleich dieſe bis jetzt noch nicht auf eigene Erfahrung gegruͤndet iſt.

Oben habe ich die Identitaͤt des Milzbrandes des Viehes und der Menſchen nachgewieſen. Die wenigſten Schriftſteller zweifeln an derſelben. Es unterliegt daher, meiner Überzeu⸗ gung nach, keinem Zweifel, daß Anthracin auch das Heilmit⸗ tel der vom Milzbrande angeſteckten Menſchen ſein wird.

...§. 19. Von der Complication des Milzbrandes mit der Lungen⸗ faͤule oder Lungenſeuche.

Den Milzbrand lernte ich bald bekaͤmpfen und ſah meine Bemuͤhungen mit dem herrlichſten Erfolge gekroͤnt. Ich dachte nicht daran, daß mir auch bald Gelegenheit werden wuͤrde, die Lungenfaͤule kennen und auch dieſe aͤrgſte der Viehſeuchen, die bis daher voͤllig unheilbar war, mit Gluͤck behandeln zu lernen. Da indeſſen meine Erfahrungen in dieſer Krankheit noch nicht zu der Reife gelangt ſind, um ſie einer offentlichen Mittheilung werth zu halten, ſo verſpare ich eine ausfuhrlichere Abhandlung uͤber dieſe Seuche fuͤr die Zukunft. Ich glaube