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Felle zu vergraben. In hieſiger Gegend, wo ſich keine der⸗ gleichen gefaͤhrlichen Milzbrandbeulen zeigen, iſt dieſe Vorſichts⸗ maßregel nicht nothwendig, ſo lange der Milzbrand ſeinen Charakter nicht veraͤndert. Indeſſen muß der, welcher das Ge⸗ ſchaͤft des Ablederns uͤbernimmt, keine Wunde an der Hand haben, ſelbſt nicht eine noch vor kurzer Zeit vernarbte Wunde; auch huͤte er ſich, daß ſein Geſicht nicht vom Blute u. ſ. w. beſpritzt werde. 1 Ieznop chlocr b⸗* 4) Man gebe da, wo der Mitzbrand herrſcht, jedem Stuͤck das Mittel in der Doſis, welches ich weiter unten be⸗ zeichnen werde, alle 48 Stunden Abends zwei Stunden nach dem Futter ein, und ſollte die Schutzkraft in ſolchen Zwi⸗ ſchenraͤumen ſich nicht bewaͤhren, ſo gebe man daſſelbe alle 12— 24 Stunden ein, des Morgens eine Stunde vor dem Futter und Abends. Bei der Behandlung der Krankheit komme ich auf dieſe prophylaktiſche Kur nochmals zuruͤck und erwaͤhne dieſelbe ausfuͤhrlicher. b) Homoͤopathiſche Behandlung des Milzbrandes. Es ſind nun bereits zwei Jahre her, da ich die erſten Verſuche, den Milzbrand homoͤopathiſch zu heilen, unternahm, weil mir die haͤufige Klage zu Ohren kam, dieſe Krankheit ſei eine der tuͤckiſchſten und boͤsartigſten, fuͤr welche man zwar Mittel genug, aber kein heilendes wiſſe. Der Schade, der durch dieſe Krankheit jaͤhrlich den Landleuten zugefuͤgt wurde, war ſehr bedeutend und offenbar die Urſache, weßhalb ſo viele Land⸗ leute im Wohlſtande zuruͤckkamen oder bei allem Fleiße keinen Wohlſtand erwerben konnten. Die erſten Verſuche, den Milz⸗ brand zu heilen, geſchahen durch Vermittelung des Pachter Gerlach in Eberſtadt, deſſen Hausarzt ich ſeit. Jahren bin, und der das groͤßte Vertrauen zur homdͤopathiſchen Behand⸗ lung beſitzt. Meine Prognoſe ſtellte ich vorſichtig auf Schrau⸗ ben, und erklaͤrte, ich koͤnne fuͤr den gluͤcklichen Erfolg zwar nicht ſtehen, doch hoffe ich mit Zuverſicht auf ſolchen; da man nun kein Heilmittel bis jetzt wiſſe, ſo verlohne es ſich der Muͤhe, den Verſuch, den Milzbrand homoͤopathiſch zu behan⸗ deln, zu unternehmen. Der Pachter Gerlach, dieſes vollkom⸗ men einſehend, geſtattete mir, den erſten eintretenden Fall ho⸗ moͤopathiſch zu behandeln. In den erſten Tagen nach dieſer Verabredung erkrankte ein Stuͤck am Milzbrande und wurde zur Verwunderung Aller ſehr bald geheilt. So ereignete ſich bald ein zweiter, dritter und vierter Fall, und eben ſo ſchnell gelang mir die Heilung. Unterdeſſen kam ein Fall vor, wo eine Kuh durch Aderlaß und Tränke wegen Milz⸗ brandes behandelt wurde, und bei dieſer Behandlung in eini⸗


