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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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zuſchreiben kann. Daſſelbe gilt vom Glauberſalz, Kochſalz, Schwefel und deſſen Praͤparaten, Wermuth, Enzian, Kalmus, Wacholderbeeren, Schafgarben, Flieder, Chamomillen, Kam⸗ pher, Wohlverleih, Baldrian, Angelika, Hirſchhorn, Eichen⸗ rinde und einer Menge anderer Mittel. 226, ſ Viele Behandlungsarten ſind zu koſtbar und koͤnnen deß⸗ halb gar keine Anwendung finden. Die Behandlung des v. Am⸗Pach, welche ganz der beim Typhus des Menſchen an⸗ gemeſſen iſt, hat ſich zwar bisweilen bewaͤhrt finden laſſen, wie aus den von dieſem Schriftſteller erwaͤhnten Krankenge⸗ ſchichten erhellt, kann aber wegen des bedeutenden Koſtenauf⸗ wandes hoͤchſtnſelten nur in Anwendung gebracht werden. So erzaͤhlt der Verfaſſer eine Krankengeſchichte, wo die Behand⸗ lung eines einzigen Stuͤcks, nur die Arzneien, die verordnet wurden, gerechnet, mehr als 80 Fl. koſtete. Die Behandlung iſt zu koſtbar, und da ſie doch keine Sicherheit fuͤr einen gluͤck⸗ lichen Ausgang gewaͤhrt, ſo handelt der Landmann kluͤger, weiß er keine andern Mittel, gar nichts zu gebrauchen, ehe er ſich zu einer ſo koſtbaren Behandlung verſteht. Der Werth 8 Stuͤcks belaͤuft ſich im Durchſchnitt nicht hoͤher, als (IN i0 irn re e. 1,d 33 kitn ieer B) Homͤopathiſche Behandlung des Milzbrandes. in ra) Verhuͤtung der Krankheit. mung mſile 1) Die kranken Stuͤcke von den geſunden zu trennen, iſt der Vorſicht ungemeſſen. Die Sperrung der Haͤuſer und Ort⸗ ſchaften, in denen der Milzbrand herrſcht und das Ziehen von Cordonen(dieſe helfen indeſſen meiner Überzeugung nach eben ſo wenig beim Milzbrande, ſo wenig jene Cordone, die auf ſo große Unkoſten der Staaten bei der Cholera gezogen wurden, ge⸗ holfen haben!) halte ich nur dann fuͤr noͤthig, wenn eine Milz⸗ brandſeuche einen hohen Grad von Contagioſitaͤt verraͤth. Da⸗ gegen halte ich eine Sperre mindern Grades der Sicherheit wegen fuͤr zweckdienlich und dieſe wuͤrde ſich auf Folgendes be⸗ ſchraͤnken laſſen. Man geſtatte nicht, daß Vieh aus einem Orte, in welchem Milzbrand herrſcht, zum Verkauf auf Maͤrkte getrieben, oder daß Vieh aus einem ſolchen Orte zur Fort⸗ zucht oder zur Conſumtion verwendet werde.. 2) Man habe Acht, daß die Cadaver hinlaͤnglich tief ver⸗

graben werden, und daß kein Thier irgend etwas vom Blut, Lleiſch berſtrſihen lhjechnada am Milzbrande gefallenen hiere frißt 8* inu un notz ih dlnd 3) War der Verlauf des Milzbrandes langſamer Art,

daß Mitzbrandbeulen entſtanden, ſo iſt es der Vorſicht ange⸗ meſſen, das Abledern zu verbieten, und die Cadaver mit dem