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die Krankheit gewoͤhnlich einen langſamen Gang, und die Umbil⸗ dung des anfangs entzuͤndlichen Fiebers in das Faulfieber wird bei ihnen beobachtet. Je hoͤher der Grad des Entzuͤndungs⸗ fiebers iſt, deſto ſchneller verlaͤuft die Krankheit, und deſto beſtimmter endet ſie mit dem Tode(durch Laͤhmung, Brand u. ſ. w.). Erſcheinen keine Geſchwuͤlſte auf der Oberflaͤche des Koͤrpers innerhalb weniger Stunden bei hohem Grade des Fie⸗ bers, dann iſt der Tod als unvermeidlich vorher zu ſagen.* V. Am⸗Pach ſagt:„Die Karfunkelkrankheit gehoͤrt uͤber⸗ haupt zu den gefaͤhrlichſten und toͤdtlichſten Seuchen; ſie ſchleicht oft im Geheim, und erwurgt auf eine tuͤckiſche Art, ſelbſt dann noch, wenn ihr Verlauf langſam iſt. Boͤsartig muß man die Krankheit erklaͤren, wenn ſie anomal verlaͤuft, oder in norma⸗ lem Gange eine beſondere Heftigkeit hat, und jene Zeit in ih⸗ rem Verlaufe beobachtet, welche zur Hervorbringung jener in⸗ nerlichen Deſtructionen erforderlich iſt, um ein Contagium zu entwickeln, welches dann ſelbſt jenen Thieren die Krankheit mittheilt, die vielleicht von der Seuche verſchont geblieben waͤ⸗ ren. Daher iſt die ſchnelltoͤdtende Karfunkelkrankheit fuͤr den uͤbrigen Viehſtand weniger gefaͤhrlich, obwohl ſie fuͤr den ein⸗ zelnen Viehbeſitzer eine unguͤnſtige Prognoſe giebt. Ferner iſt die Krankheit boͤsartig zu erklaͤren, wenn die Krankheit mit jenen öͤrtlichen Affectionen vorkommt, welche die Erfahrung ſchon als die gefaͤhrlichſten ausgewieſen hat, z. B. bei dem Hornvieh die oͤrtlichen Affectionen der Leber; bei den Pferden die oͤrtlichen Affectionen des Gehirns und der Daͤrme; bei den Schweinen die oͤrtlichen Affectionen der Halsgebilde. Gene⸗ ſung iſt zu hoffen bei einem gelindern Gang der Krankheit, und wenn die aͤrztliche Huͤlfe kraͤftig dem fieberhaften Allge⸗ meinleiden und den Exanthemen entgegenwirkt. An und fuͤr ſich gehoͤrt die Krankheit zu den gefaͤhrlichſten, ſelbſt dann noch, wenn ihr Verlauf langſam iſt.“— Koͤrber ſagt:„Bei einer zweckmaͤßigen und fruͤhzeitig ein⸗ geleiteten Behandlung retten wir beim Rindvieh durchgaͤngig von fuͤnf Kranken vier; bei den Pferden von fuͤnf drei; bei den Schweinen von fuͤnf kaum zwei, und bei den Schafen von fuͤnf kaum ein Stuͤck.— 11d23. I30 H.. Wenn nun die beſten Schriftſteller die gefaͤhrliche und toͤbtliche Eigenſchaft des Milzbrandes ausgeſprochen haben, ſo iſt die alloͤpathiſche Behandlung in hieſiger Gegend mit ſol⸗ chem ungluͤcklichen Erfolge angewendet worden, daß man zu der überzeugung gekommen war, es helfe kein Mittel in der Milzbrandkrankheit und ohne ſich in Unkoſten zu ſetzen, ließ man die Thiere meiſt ſterben. Dieſes mag ſeinen Grund darin


