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auf die Hunde und das Federvieh. Anfangs zeigte ſich der Milzbrand nur bei Gras freſſenden Thieren; ging aber dann durch Fleiſchgenuß kranker Thiere oder durch Anſteckung zu den Fleiſch freſſenden Thieren uͤber; es erkrankten Hunde, Katzen und Schweine.—
Nach Schroek beobachtete man 1712 um Augsburg herum den Milzbrand vorzuͤglich unter den Pferden, Ochſen und unter dem Rothwildpret. Schweine, Gaͤnſe, Truthuͤhner wur⸗ den gleichfalls von demſelben brandigen Fieber befallen, wenn ſie von den Eingeweiden und den Excrementen der geſchlachte⸗ ten oder gefallenen Thiere fraßen.—
Chaignebrun beobachtete 1757 in der Gegend von Paris in mehr als 60 Dorfſchaften den Milzbrand. Pferde, Ochſen, Eſel, Schweine, Hunde, Huͤhner, ja ſelbſt die Fiſche in gewiſſen Teichen unterlagen der Wuth derſelben. Schweine, Hunde und Huͤhner wurden von dieſer Seuche durch Genuß des Fleiſches oder der Excremente kranker Thiere befallen. In den Waͤl⸗ dern von Crecy bekamen auch die Hirſche den Milzbrand. In der Gegend von Brie fielen ganze Heerden von Schafen. In Staͤllen, ſagt Chaignebrun, wo man nicht die Vorſicht an⸗ wendete, die Kranken von den Geſunden abzuſondern, wurde ein Stuͤck nach dem andern von der Krankheit befallen.
Im Jahre 1758 herrſchte der Milzbrand in Schwediſch⸗ Finnland. Hartmann, der die Seuche beobachtete, ſagt, der Milzbrand habe ſich ſchnell an denjenigen Orten ausgebreitet,
wo das todte Vieh nicht eingeſcharrt, oder nicht tief genug mit Erde bedeckt worden ſei. Alles Vieh ſei uͤberhaupt von
der Seuche befallen worden, die Schafe, die Ziegen, Schweine und Kaͤlber am wenigſten. Von Finnland ging die Krankheit nach Rußland. Sie ging nicht nur von Thier zu Thier, ſon⸗ dern auch von den Thieren zu den Menſchen uͤber.—
Im Jahre 1655 wuͤthete der Milzbrand ſo allgemein, daß die Fiſche in den Seen nicht verſchont blieben. Man beobach⸗ tete, daß die Menſchen, die von den todten Fiſchen aus den Seen aßen, mit einer peſtilenzialiſchen Krankheit, d. h. hitzigem Fieber mit Brandbeulen befallen wurden und nur wenige mit dem Leben davon kamen. aitn
Nach Ramazzini's Nachrichten graſſirte der Milzbrand 1690 in Italien ſo allgemein, daß ſelbſt die Bienen und Seidenwuͤr⸗ mer nicht verſchont blieben. Die Schweine ſtarben haufenweiſe.
Kauſch ſagt:„Mir iſt eine Seuche vorgekommen, wo eine ganze Heerde einmal nach und nach vom Milzbrande an⸗ gegriffen wurde; man konnte hier kaum die Anſteckung ver⸗ ſennen, obgleich ſie minder heftig, als in der aͤchten Viehpeſt


