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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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zige, mißfarbige Ergießungen und brandige Zerſtoͤrungen ver⸗ ſchiedener Eingeweide.. inun74 Vergleicht man nun den ganzen Verlauf der Krankheit bei den vom Mitlzbrande angeſteckten Menſchen und die Zer⸗ ſtoͤrungen, die man nach ihrem Tode in den Leichen vorfindet, mit den Ergebniſſen beim Milzbrande aus erſter Hand, ſo laͤßt ſich die Identitaͤt beider Krankheiten nicht im mindeſten in Zweifel ſtellen. en mpnngmnn 3) Der Milzbrand theilt ſich laut Erfahrungen allen Thiergeſchlechtern mit: durch das Beiſammenſein kranker Thiere mit geſunden; durch die Ausduͤnſtung der Excremente oder Abgaͤnge der am Milzbrand gefallenen und in Faͤulniß uͤbergegangenen Cadaver; durch nahe Beruͤhrung mit am Mitzbrand kranken Thieren und deren Auswuͤrfen; durch den Genuß des milzbrandigen Fleiſches und uͤberhaupt der milz⸗ brandigen Saͤfte oder Abgaͤnge; durch abgelederte Felle, die mit geſunden Thieren in nahe Beruͤhrung gebracht werden. Folgende Thatſachen moͤgen das eben Geſagte beweiſen. Gilbert ſah ein altes Schwein mit 8 Jungen faſt auf einmal fallen, als ſie die blutigen Spuren von einer Kuh be⸗ rochen, die an den Ort, wo ſie eingegraben werden ſollte, hin⸗ eſchleppt war. Die Huͤhner, die Puterhuͤhner, die Enten, febbſt die Amſeln, die Staare ſtarben, wenn ſie das Blut der an der Seuche gefallenen Thiere mit dem Schnabel beruͤhr⸗ ten. Derſelbe Schriftſteller ſah, daß ein Pferd kurz dar⸗ auf eine Karbunkelbeule an der Huͤfte bekam, als es eine friſche Ochſenhaut in einem Sacke auf dem Ruͤcken getragen hatte. Ein einziger aus Ungern nach Padua getriebener Ochs war Schuld, daß im Jahre 1711 in einem Zeitraum von 3 Jahren mehr als 50,000 Stuͤck fielen. Ein einziger Ochs ſoll Urſache der Seuche im J. 4745 geweſen ſein, welche binnen 10 Jahren 3,000,000 Stuͤck Hornvieh wegraffte. Eine Haut, die von Seeland nach Bayonne gebracht wurde, war die Urſache von den Verheerungen, die der Milzbrand 1774 und 1775 in den fuͤdlichen Provinzen Frankreichs anrichtete. Ein Landmann von Saint Benoit du Sault, im Gebiete von Argenton, hatte ſeine Ochſen durch die Seuche verloren, und ſich andere von einem uͤber 20 Meilen weit entlegenen Gute, wo die Seuche nicht herrſchte, geholt. Allein nachdem ſie 5 Tage in dem Stalle waren, wurden ſie ebenfalls von derſelben Krank⸗ heit befallen, dautlach dad n EArare. Nach Barbaret toͤdtete der Milzbrand in mehrern Land⸗ ſchaften von Frankreich den groͤßten Theil der Thiere. Das Sterben erſtreckte ſich auf Pferde, Ochſen, Schafe, ja ſelbſt