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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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Einige Schriftſteller haben zwar die Identitaͤt beider Krankheiten, naͤmlich der aus erſter Hand und der durch An⸗ ſteckung erzeugten in Zweifel gezogen, allein mit Unrecht, Der ganze Verlauf beider Krankheiten, ſo wie die Sectionsdata be⸗ weiſen die vollkommenſte Gleichheit: beidern Krankheitsformen zur Gnuͤgee. rn 20 te0, 14 mrd endee e im Der Verlauf der durch Anſteckung entſtandenen Krankheit iſt folgender. Unter Fieberbewegungen ſtellt ſich eine Angſt, heftige Beklemmung, reißende Schmerzen im Kopfe und in der Nierengegend; oͤfters Erbrechen gelblicher, ſchwaͤrzlicher und blutiger Maſſen, bisweilen der Cholera aͤhnliche Erſchei⸗ nungen, beengter, kleiner, roͤchelnder Athem, Dhanzaſe Wuth, oder Betaͤubung, Stumpfſinn, Harnverhalkungz die Schmer: zen im Kopfe und in der Nierengegend verlaſſen den Kuonken weniger im Verlaufe der Krankheit, als die uͤbrigen Leiden) es entſtehen bald brandige Geſchwuͤlſte an den Gliedern, am Halſe und auf der Bruſt, blaue und ſchwaͤrzliche Brandblat. tern und ſchwarze Petechien, die haͤufigh auf den von Conta⸗ gium beſudelten Stellen auffahren; erſchoͤpfende hlutige Durch⸗ faͤlle, klebrige kalte Schweiße; Schwaͤche, die gleich zu Anfang der Krankheit entſteht, geht in Ohnmachten uͤber und ſo er⸗ folgt bald der Tod. 0, i e iee,c Sectionsdata ſind nach Bertin folgenden Er fandt bei den am Milzbrande geſtorbenen Negern auf Guadeldupegalle⸗ mal Spuren der Entzuͤndung und des Brandes, wenigſtens einer brandartigen Entzuͤndung des Magens; die duͤnnen und dicken Gedaͤrme waren entzuͤndet und brandigz die Haͤute des Bauchfells waren verdickt; im Unterleibe viel Waſſer; Ein⸗ ſchiebungen der Daͤrme; einmal fand er laͤngs der Verbindung der duͤnnen Daͤrme und dem Netz eine erſtaunliche Menge ver⸗ ſtopfter Druͤſen, die in den innern Waͤnden der Haͤnne her⸗ vorragten, von der Groͤße der Spitze eines Daumens; einige derſelben waren ſchwarz und glichen geronnenem Blute, andere von außen blaßroth und inwendig weiß. Auch in den dicken Daͤrmen fand er ausgetretenes Blut. Einmal waren die Lun⸗ gen entzuͤndet, knotig und nicht zuſammengeſunken. Lau⸗ bender giebt uns folgenden Sertionsbefund an bei einer Frau, die durch Genuß von Fleiſchſuppe ſich den Milzbrand zuzog und bald ſtarb. Die Section bewies den vorgeherrſchten Zu⸗ ſtand von Entzuͤndung mit Brand und Ergießung einer gelb⸗ lichten, braunen Jauche in das Zellgewebe unter der Haut ſo⸗ wohl nach außen als nach innen. V. Am⸗Pach ſagt:In den Leichen der am Milzbrande geſtorbenen Menſchen findet man, wie bei den Thieren, aufgeloͤſtes ſchwarzes Blut, ſul⸗