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In den Faͤllen, in welchen die Symptome und der ganze Verlauf der Krankheit nicht ausreichen ſollte, um die Diagnoſe richtig und ſicher zu ſtellen, werden die Sectionsdata die ent⸗ ſcheidenden Momente zur Sicherſtellung einer richtigen Diagnoſe liefern.— Von der chroniſchen Lungenſeuche des Rindviehes unterſcheidet ſich der Milzbrand ſchon allein durch ſeinen ra⸗ ſchen Verlauf. 25 5
§. 10. Von der Section.
Meinen Beobachtungen nach lieferten die Sectionen fol⸗ gende Data. Die Milz war durchgaͤngig bei jedem Stuͤck ent⸗ weder mehr als noch einmal ſo groß oder doch wenigſtens un⸗ gleich groͤßer, als im normalen Zuſtande; das aͤußere Anſehen derſelben war dunkel, ſchwarzbraun, oder auch mit ſchwarzen Flecken uͤberzogen; die Subſtanz war breiig, ſchwarzz ſtach man in die Milz, ſo floß eine ſchwarzbraune Jauche mit ſchwarzbraunem Blute vermiſcht heraus.— Die hie und da bis⸗ weilen mit Brandflecken verſehenen duͤnnen und dicken Gedaͤrme waren mit dunklem Blute angefuͤllt.— Nur bei ſehr wenigen fand ſich die Lunge theilweife dunkel, welk und weich und brandig, bei den meiſten war an den Lungen keine Ahnormi⸗ taͤt wahrzunehmen.— Am Magen, an der Leber konnte man ebenfalls nichts Krankhaftes beobachten. In einem Falle be⸗ merkte man an den Nieren Spuren von Entzuͤndung und Brand. In einem Falle wurde im Gehirn eine ungewoͤhn⸗ liche Menge gelben Waſſers vorgefunden und die Hirnſubſtanz ſelbſt war hie und da mit ſchwarzen, einen Kreuzer großen Flecken verſehen.— Unter dem Felle ſah man theils hie und da angehaͤufte gelbe ſulzige Maſſen und groͤßere oder kleinere Mengen dunkelrothen, faſt ſchwarzen, geronnenen Blutes.
Nach dem eingetretenen Tode floß aus dem After Blut, bei vielen aus der Naſe und dem Maule. 29905 2
Kauſch, in ſeiner Preisſchrift, giebt folgende Sections⸗ data an:—.
„Meiſt ſind die Thiere von Luft aufgeblaͤhet, der Geſtank bei der Section uͤbertrifft, auch wenn ſie in ſehr kurzem Zeit⸗


