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das kranke Thier ein rauhes Anſehen erhaͤlt. Die oberflaͤchlich liegenden Venen erblickt man ſtrotzend gefuͤllt, ſtark hervortre⸗ tend, und beim Unterſuchen des Pulſes findet man die Arte⸗ rien gewoͤhnlich ſehr ſtark aufgetrieben, doch faſt pulslos, oder den Puls wellenfoͤrmig, ſo wie auch der Herzſchlag in den meiſten Faͤllen nicht fuͤhlbar iſt.— Zuweilen werden die Kran⸗ ken auch unruhig, trippeln mit den Fuͤßen hin und her, ath⸗ men ſehr ſchnell und angeſtrengt, ſtoͤhnen faſt anhaltend und bruͤllen auch wohl zuweilen mit angſtvollem Laute. Dabei iſt ihr Auge glotzend hervorgedraͤngt und ihr Blick ſtier und wild. Haͤufig geht ein ſolcher Anfall dem Tode unmittelbar voran, ſo daß ſie waͤhrend deſſelben ploͤtzlich hinſtuͤrzen oder auch wohl auf der Weide vorher eine kurze Strecke vorausrennen und dann unter heftigen convulſiviſchen Bewegungen, wobei ein blutiger Schaum aus Naſe und Maul, und ein ſchwarzes auf⸗ geloͤſtes Blut aus dem After fließt, ſterben.
B) Milzbrandfieber mit mehr langſamem Verlaufe.
Ohne bemerkbare Vorboten beginnt die Krankheit mit ei⸗ nem allgemeinen Zittern oder theilweiſen leichten Zuckungen der Haut, wobei die Kranken traurig werden und matt ſind, wel⸗ ches man auf der Weide daran bemerkt, daß ſie traͤge und ſchleppend hinter der Heerde herziehen und zuweilen mit ge⸗ ſenktem Kopfe ſtehen bleiben, oder daß ſie im Stalle von der Krippe zuruͤcktreten, und mit geſenktem Kopfe und ſchlaff her⸗ abhängenden Ohren traurig vor ſich hinblicken. Nur in ſelte⸗ nen Faͤllen beginnt die Krankheit mit Unruhe oder Toben, welche ſich dadurch ausſprechen, daß die Kranken im Stalle hin und her trippeln, mit den Fuͤßen ſtampfen, gegen den Bauch ſchlagen, ſich auch wohl niederwerfen und haͤufig bruͤllen, oder auf der Weide unruhig hin und her rennen und ebenfalls bruͤllen und ſich niederwerfen. Auch bemerkt man, vereinigt mit dieſen letztern Symptomen, zuweilen ein krampfhaftes Wenden des Halſes und Kopfes nach der einen oder der andern Seite hin. Mit dem Eintritt der oben genannten Symptome wird das Auge glotzend hervorgedraͤngt, der Blick ſtier und die Bin⸗ dehaut, mit einzelnen vollgefuͤllten Blutgefaͤßen verſehen, erhaͤlt eine ins Gelbliche ſpielende Farbe und zwar vorzugsweiſe in den Augenwinkeln. Das Flotzmaul wird riſſig und mit ein⸗ zelnen waſſerhellen Tropfen beſetzt. Die Naſen⸗ und Maul⸗ ſchleimhaut hat eine hoͤher rothe Farbe, als gewoͤhnlich, und groͤßtentheils zeigt ſich gleichzeitig eine gelbliche Faͤrbung. Bei den meiſten Kranken verliert ſich gleich nach dem Eintritt der Krankheit die Freßluſt. Groͤßtentheils hoͤrt bei dieſen auch das Wiederkaͤuen auf; bei einigen wenigen Kranken bleibt oft die


