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und langſam, bei dem andern ſtark und voll. Der Tod iſt bald ganz ruhig, bald mit krampfhaftem Ziehen und Schlagen der Glieder verbunden.
Auch dieſe Beſchreibung der Kennzeichen des Milzbrandes gleicht im Weſentlichen der von mir oben angegebenen eben ſo ſehr, wie diejenige, welche Rohlwes vom Milzbrande giebt. Dieſer Schriftſteller giebt uns folgende Kennzeichen dieſer Krankheit an: Das Vieh wird traurig, frißt wenig oder gar nichts; den Kuͤhen vergeht die Milch; die Ohren ſind kalt; es fließt ein zaͤher Speichel aus dem Maule, in welchem letz⸗ teren man zugleich eine uͤbernatuͤrliche Hitze bemerkt; die Haare ſtehen borſtig;z die Augen ſind matt, und es fließt ein zaͤher Eiter aus denſelben. Die Schlaͤge des Herzens ſind hart und geſchwind. Dieſe Erſcheinungen finden ſich jedoch nicht bei allem davon befallenen Vieh, und an einigen ſind ſie kaum zu bemerken; es faͤllt vielmehr um, ehe man ihm Huͤlfe leiſten kann. In ſolchem Fall iſt dann gewoͤhnlich die Milz allein vom Brand ergriffen..
„Deerr Thierarzt Koͤrber, welcher in ſeinem Buche uͤber die Seuchen uns die neueſte Beſchreibung der Kennzeichen des Milzbrandes liefert, theilt dieſe Krankheit ein, wie folgt:
4A) Milzbrandfieber mit ſchnell toͤdtendem Verlauf, Anthrax acutissimus.
Gewoͤhnlich dann, wenn der Milzbrand in heißen Som⸗ mern, oder auch in andern Jahreszeiten en⸗ oder epizootiſch auftritt, ſind es die beſtgenaͤhrteſten, kraͤftigſten Thiere, der Bulle, fette Ochſen und Kuͤhe, welche zuerſt davon befallen werden. Bei dieſen nimmt die Krankheit meiſt einen ſo ra⸗ ſchen Verlauf, daß die Thiere todt niederſtuͤrzen, bevor man noch kaum ein Erkranken an ihnen bemerkt hat(mors ante luem). Der Ochſe am Pfluge vollfuͤhrt nun noch munter ſeine Arbeit, der Bulle, die Kuh auf der Weide ſchreiten nun noch munter graſend umher, ploͤtzlich ſtuͤrzen ſie nieder und nach einigen convulſiviſchen Bewegungen ſind ſie todt. Bei dem Eintritt des Todes fließt gewoͤhnlich etwas blutiger Schaum aus Naſe und Maul, und zuweilen etwas ſchwarzes Blut aus dem After. Bei ſpaͤtern Erkrankungen erfolgt der Tod erſt nach 6— 18 Stunden. Die Thiere laſſen ploͤtzlich vom Freſ⸗ ſen ab, fangen am ganzen Koͤrper heftig an zu zittern, ſtellen die Beine auseinander, blicken betaͤubt und traurig vor ſich hin, athmen etwas beſchleunigt und beengt, taumeln bei der Bewegung und zeigen eine dunkelroth gefaͤrbte Bindehaut und eine eben ſolche Farbe der ſichtbaren Schleimhaͤute. Die Haare verlieren ihren Glanz und ſtehen etwas aufgerichtet, ſo daß
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