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aufgefahrenen Geſchwuͤlſte ſich aller Bemuͤhungen ungeachtet nicht zur Eiterung bringen ließen. in Mit dieſer Beſchreibung ſtimmt die von Rumpelt uͤber die 1676 in Churſachſen vorgekommene Milzbrandſeuche ziem⸗ lich uͤberein. Doch theilt Rumpelt Folgendes außerdem mit: Die Thiere, die am Milzbrande erkrankten, ſtanden ru⸗ hig, ſtampften nicht, bruͤllten nicht, und zeigten keine inner⸗ lichen Schmerzen; einige waren auf dem Ruͤcken empfindlich und bogen ſich, wenn man ſtark laͤngs dem Ruͤckgrade hin mit der flachen Hand ſtrich; ſelbſt die Geſchwuͤlſte ſchienen ih⸗ nen nicht viele Schmerzen zu machen, denn man konnte frei damit handthieren und ſie oͤffnen, oder Schnuͤre durchziehen. Will theilt uns folgende Beobachtungen uͤber die Kenn⸗ zeichen des Milzbrandes mit.. Einige Stuͤcke ſchienen mir, wie vom Koller befallen, in⸗ dem ſie ſich feſt gegen den Barn ſtellten und auf die Mauer druͤckten; andere thaten wie raſend; die dritten gaben Zeichen von Magenſchmerzen und Bauchgrimmen, indem ſie unruhig waren, mit den Vorderfuͤßen ſcharrten, ſich niederlegten, ſchnell wieder aufſprangen(und aufgeblaͤhet wurden); die vierten be⸗ kamen ploͤtzlich einen ſtarken Huſten, zogen ſtark in die Flan⸗ ken und aͤchzten laut. Andere wurden zuletzt kreuzlahm. Die Inguinaldruͤſen ſchwollen an; die Milch wurde gelblicht; ein⸗ zelne Theile, als: die rechte oder linke Seite des Hinterleibes, der Schlauch, der vordere Theil der Bruſt, die rechte oder die linke Schulter geriethen in ſtarken Schweiß, und zwar wurde dies vorzugsweiſe an Pferden, Zug⸗ und Maſtvieh beobachtet. Laubender giebt folgende Kennzeichen des Milzbrandes an: Die Thiere ſterben ploͤtzlich unter den vorausgegangenen An⸗ zeichen von hoͤchſtem Wohlſein, ſie fallen vor dem Wagen, am Pfluge, mitten in der kraͤftigſten Arbeit, vor der Krippe mit dem Biſſen im Maule, und die Sage verbreitet ſich dann vom Landmanne, vom Hirten,„ſein Ochs, ſeine Kuh u. ſ. w. ſeien vom Schlage(Erdſturze) getroffen worden.“ Waͤhrend ſie todt niedergeſtuͤrzt ſind, fahren noch manchmal Beulen und Geſchwuͤlſte an ihnen auf; in einzelnen andern Faͤllen ergeben ſich blutige Ergießungen durch das Maul, die Naſe und den After. In weniger akuten Faͤllen erſcheinen die Thiere be⸗ taͤubt und verwirrt, ſtehen traurig, in ſich gekehrt, haben den Kopf in beſtaͤndiger Abwechſelung, ſchuͤtteln ſich, verrathen in⸗ nere Angſt, die Augen ſtehen ſtarr und wild hervor, wanken endlich, fallen um, und unter mehr oder weniger heftigen Ver⸗ zuckungen ſterben ſie.— Wo die Krankheit aber mehr chro⸗ niſch verlaͤuft, ſind die Thiere mehr traͤge, matt, zerſchlagen;


