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Jahre 1552 herrſchte der Milzbrand in dem Gebiete von Lucta und 1599 brach der Milzbrand in der Gegend von Venedig aus.— Nach einem heißen und trocknen Sommer beobachtete man in Daͤnemark im Jahre 1661 nach Bartholins Bericht eine Art Phrenitis unter den Thieren, die ſie wie raſend machte.— Im Jahre 1682 herrſchte der Milzbrand in Frank⸗ reich und Deutſchland unter der Form von Zungenkrebs ſo allgemein, daß er eine Ausdehnung von 2000 Meilen einge⸗ nommen haben ſoll.— In den Jahren 1690 und 1691 graſ⸗ ſirte um Padua eine Seuche, an der faſt alle Thierarten er⸗ krankten und meiſt ſtarben. Ramazzini, ein Arzt in Padua, der die Behandlung uͤbernahm, giebt an, daß die Jahre 1689 und 1690 außerordentlich regneriſch waren, daß die meiſten Laͤndereien uͤberſchwemmt wurden, daß alle Pflanzen mit In⸗ ſekten bedeckt waren, welche durch ihren Übergang in Faͤulniß das Futter vergifteten, daß nach dieſen feuchten Jahren eine mehr duͤrre, heiße Witterung eintrat, beſonders im Jahre 1691, in welchem die Krankheit am aͤrgſten wuͤthete.— Auch in der Schweiz graſſirte 1691 der Milzbrand.— Im Jahre 1693 herrſchte eine boͤsartige Lungenentzuͤndung, wie Valentini be⸗ richtet, in Folge eines ſehr feuchten Winters mit darauf fol⸗ gendem heißen Fruͤhling und Sommer.— Genſel beobachtete in Ungarn 1712 eine Seuche in den ſehr heißen Monaten Juni und Juli, nach einer vorausgegangenen faſt allgemeinen Überſchwemmung.— Im Jahre 1726 war eine Seuche faſt durch ganz Deutſchland verbreitet, befiel Rinder und Pferde, und Menſchen, die ſich mit den kranken und todten Thieren be⸗ faßten, wurden krank, manche ſtarben.— Im Jahre 1728 im September trat Regenwetter ein, welches bis zum Mai 1729 faſt ununterbrochen anhielt, worauf eine Seuche unter dem Vieh verheerend wuͤthete, gegen die Law und Gaͤlire vergeblich alle ihre Geſchicklichkeit aufboten.— Die Pferde und das
ornvieh in Bourbonne und Auvergne wurden 1731 der Raub einer Seuche, welche ſich uͤber ganz Frankreich verbreitete. Sau⸗ vages, der ſie in Languedoc beobachtete, nannte ſie Gloſſanthrar (Zungenkrebs). Es zeichnete ſich dieſes Jahr durch große Trok⸗ kenheit und heiße Witterung aus.— In den Jahren 1745 bis 1747 graſſirte der Milzbrand faſt in ganz Europa. Hens beobachtete dieſe Seuche in Halberſtadt 1746 und berichtet daruͤber, daß im Auguſt ſehr große Hitze eintrat nach haͤufi⸗ gem Regenwetter.— Audouin de Chaignebrun beobachtete 1757 eine Epizootie, die ſich etwa uͤber 60 Kirchſprengel von Brie erſtreckte, und keinerlei Art Vieh verſchonte, ſelbſt Men⸗ ſchen befiel. Chaignebrun beſchreibt dieſe damals herrſchende
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