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Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel / von G. A. Weber
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zur Vorbauung reichen ließ, beſtand aus 5 Streukuͤgel⸗ chen. Jede Doſis mit ein Paar Gran Michzucker aus der Apotheke verordnet(bei beſtehendem Dispenſir⸗Verbote) zu 2 gGr. gerechnet, eine Taxe, welche hie und da exi⸗ ſtirt, wuͤrde mithin einen Koſtenaufwand von 3300 RThlr. verurſacht haben, um dieſe Heilungen der Krankheit und die Verſuche, dieſelbe zu verhüten, zu bewerkſtelligen. Jedes einzelne Glaͤschen mit dem Heilmittel angefullt, waͤrde 33 RThlr. 8 gGr. koſten. Es iſt leicht einzuſehen, daß dieſer Koſtenaufwand von Niemandem beſtritten wer⸗ den konnte, aus welchem Grunde die Heilungen unter laſſen werden muͤſſen. Es wuͤrde ſich um ſo weniger Jemand dazu entſchloſſen haben, die Koſten fuͤr den Apotheker zu decken, der wußte, daß dieſe Mittel von keinem bedeutenden Geldwerth ſind, denn der wahre Werth dieſer 100 Glaͤschen ſammt den Heilmitteln belaͤuft ſich hoͤchſtens auf 1 RThlr. 12 gGr. Die Folge eines ſtren⸗ gen Dispenſir⸗Verbots, ſo wie ſolches fruͤher auch hier im Großherzogthum Heſſen von mir vorgefunden wurde, und weßhalb ich einige Zeit ſehr niederbeugende Verfol⸗ gungen zu dulden hatte, war demnach, daß es mir we⸗ gen zu großer Unkoſten nicht moͤlich geweſen waͤre, dieſe Heilungen des moͤrderiſchen Milzbrandes zum wahren Wohle meiner Mitbuͤrger zu unternehmen. Der Nachtheil hieraus erwuchs dem Staate, deſſen wahrer und groͤßter