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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
79
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Vom H. Nachtmal deß HErꝛn. 7 9

ment beſchloſſen hat/ ehe dann er das Abendmaleingeſetzet Dafreylich das Oſterlamb viel ein ſcheinbarere, vnd klarere Bedeutung auff Chriſtum ge⸗ habt/ als wirim Bror nimmermehr zeigen oder finden nnen. Summa a es iſt Chriſto im heyligen Abendmal zu thun/ nicht wie er durch newe Figu⸗ 4 ren vns ſeinen abweſenden leib vorbilde vnnd bezeichne/ ſondern/ daß er 5 vns denſelben als dasrechte wahre Himmelbrot/ in einem hohen Geheim⸗. nuß/ zu eſſen darbete vnd vberreiche/ wie die Wort klar da ſtehen: Eſſet/ 4 das iſt mein Leib. Eſſen aber heiſſet in der Schrifft nicht/ mit der Seele. in den Himmel ſteigen/ vund daſelbſt Chriſtum anſchawen/ ſondern/ wie. S. Marcus ſagt von den Apoſteln: Vnnd ſie truncken alle darauß/

nemlich/ auß dem geſegneten Kelch/ da ein ſolch Trincken beſchrieben wird/

das mit dem Munde geſchicht/ alſo auch heiſfet eſſen allhie ein ſolch Eſſen/ das auch mie dem Munde geſchicht: Jedoch zu dem Ende/ daß durch ſolch Sacramentlich Eſſen vnd Trincken vnſer Glaube an Chriſtum geſtercket

werde/ vnd wir ſeier Gotrſelizlich gedencken/ vnnd ſeinen Todt verkuͤndi⸗

gen ſollen.

Die ſechſte Frage pag. 13 3. handelt von den Woͤrtlein in/ mit/ vnnd vnter dem Brot: Von welchen Sartorius bekennet/ daß nicht allein etliche Pattes, fondern auch Lurherus, die Augſpurgiſche Confeſſion/ die Wittenbergiſche Concordia, vnd Calvinus ſelbſt dieſelben gebrauchet/ ſagt aber doch pag. 134. Sie haben in der Einſetzung deß HERRN C Hriſii keinen Grund/ koͤnnen auch nicht darauß beweret werden. Das laß mir einen feinen Berichter ſeyn/ welchem auch die Heſſiſche Kirchen Agen⸗ den vnnd Synodaltſche Abſchiede ſo viel nicht gelten/ daß er vmb dero⸗ ſelben willen die Augſpurgiſche Con ſeſſion frey paſſieren lieſſe. Aber er hat vielleicht deß Philolophi carmen zu Marpurg geleſen: Cum, ſub,& in to- rum turbant monoſyllsba mundum,&e. Darumb muß er auch ſcoptifi⸗ ren. Das ſlehet nun dahin/ D. Lurherus hat ſich vorlangſt erkleret/ es feye vmb die Woͤrter nicht zu thun/ Sondern vmb den wahren Verſtand der Lehre vom heyligen Abendmal. Iſt dieſelbige richttg/ ſo ſteckt in den bloſſen Woͤrtern keine Ketzerey. Vnnd wundert man ſich doch nicht vnbillſch daruͤber/ daß der Calviniſche Geiſt jhme ſo groß Nachden⸗ ckens machet vmb dieſe Woͤrtlein/ die nicht zu Partahrung ſonden Er⸗

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