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ſultat ergeben haben und in den der Hauptſache nach in richtiger Auswahl heran⸗ gezogenen Wirthſchaften nicht nur ein Stillſtand, ſondern theilweiſe ein ſehr bedenk⸗ licher Rückgang conſtatirt wurde, ſo ſcheint dies darauf hinzudeuten, daß die Land⸗ wirthſchaft im Odenwald, dort wo Mittel⸗ und Kleinbeſitz vorherrſcht, in der That ſich einer roſigen Lage nicht erfreut. Andererſeits zeigt ſich aber auch zur Evidenz, daß die thatſächlich gefundene Unrentabilität vielfach durch den völligen Verzicht auf Anwendung der, ſowohl dem Einzelnen, wie der örtlichen Geſammtheit der Land⸗ wirthe ſich darbietenden Hülfsmittel und Maßregeln erzeugt wird.
Wenn es geſtattet wäre, in perſonelle Einzelheiten näher einzugehen, ſo würden an der Hand von Beiſpielen ſtaunenerregende Mittheilungen darüber gemacht werden können, wie fern den Landwirthen noch oft die einfachſte Buchführung liegt, wie ſehr die Beſitzer ſelbſt überraſcht waren, erſtmals durch die für die Zwecke der Enqueéte angeſtellten Unterſuchungen ihrer Betriebsverhältniſſe auf den gänzlichen Mangel einer Wirthſchaftsrechnung aufmerkſam gemacht worden zu ſein.
Der Landwirthmuß rechnen und, wenn er es nicht kann, muß er rechnen lernen! Dieſen Satz ſollte man über die Hausthüre einer jeden Bauernwirthſchaft ſchreiben!
Beſſere berufsfachliche Bildung! Das iſt das Erſte und Wich⸗ tigſte aller auf die Hebung der Landwirthſchaft hinzielenden Beſtrebungen. Zur Genüge konnte man ſich bei den Erhebungen in Habitzheim von der Nothwendigkeit überzeugen, den Landwirthen gerade in dieſer Beziehung ein beſſeres Verſtändniß für die Bedürfniſſe ihres Standes, für die Pflichten gegenüber der heranwachſenden, viel⸗ leicht dermaleinſt unter noch ſchwierigeren Verhältniſſen zum Kampf um's Daſein berufenen Generationen, in genügendem Maße beizubringen.
Allerdings muß hierzu aber auch die Bildungsgelegenheit eine weſentlich gün⸗ ſtigere werden.
Die Zahl der landwirthſchaftlichen Winterſchulen, der für den heſſiſchen Mittel⸗ und Kleinbeſitz in erſter Linie geeigneten Fachanſtalten, erſcheint zu gering und iſt weſentlich zu vermehren. Wie kann man erwarten, daß gerade bei der heutigen un⸗ günſtigen Lage der Landwirthſchaft beiſpielsweiſe Schüler in erheblicher Zahl die einzige Schule dieſer Art für die Provinz Starkenburg in der für die Beſucher aus den meiſten Bezirken einen ſtändigen Aufenthalt und damit namhafte Unterhaltskoſten bedingenden Stadt Darmſtadt frequentiren? Der Beſuch der nur aus Wintercurſen beſtehenden Ackerbauſchulen iſt deshalb durch Näherlegen derſelben zu erleichtern.
In jedem Kreiſe ſollte eine ſolche Anſtalt, und zwar an einem central gelegenen Punkte errichtet werden, der von den Schülern täglich leicht erreichbar iſt.
Hierdurch würden die Ausgaben auf das Schulgeld und höchſtens eine Mittags⸗ mahlzeit am Schulorte reducirt ſein. Nur in dieſem Falle kann man auf eine ent⸗ ſprechende Benützung der in Rede ſtehenden Anſtalten rechnen. Für den vorderen Oden⸗ wald wäre Groß⸗Umſtadt als alle Bedingungen für eine landwirthſchaftliche Winterſchule
„erfüllender Ort anzuſehen. Zweifellos würde dort ein ſtarker Beſuch aus der ganzen Um⸗


