Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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Uebertrag.. Mk. 689,71 8. Kraftfutter und Zukauf von Schweinen. 69,30 9. Rübenſetzlinge und Rübſamen... 4, 10. Heizung und Welehtmng, 25 der der Geſamutursgabe 30,25 11. Thierarzt..... 1130. 11. Dp, 3,

12. Arbeitslöhne: Taglöhner 1 Mann 30 Tage à Mk. 1,30

und Koſt... n...., Mk. 50, Wirthſchafter und Sohn..... 1, 474,50 Franu.... 120, Tüchtet. 51, -- 695,50 Summe Mk. 1491,76 C. Reinertrag. Der Rohertrag beträgt.... Mk. 1519,40 Die Productionskoſten betragen. 1491,76 Bleibt Reinertrag.. Mk. 27,64

Rechnet man hierzu den Werth der freien Wohnung, welche mindeſtens auf Mk. 100 Miethwerth zu veranſchlagen iſt, ſo ergibt ſich ein Reinertrag von Mk. 127 und eine Verzinſung des Grundcapitals incl. Obſtbäume, welches zu Mk. 14551 ge⸗ ſchätzt iſt, von 0,87 pCt.

Die nächſte Urſache dieſer geringen Rente liegt in der ſchlechten Viehhaltung des Beſitzers. Betrachtet man die geringen Erträge aus Milch, aus Jungvieh und aus der Ochſenhaltung, ſo iſt das Urtheil a priori geſtattet, daß durch dieſen Factor allein eine weſentliche Steigerung der Rente herbeigeführt werden könnte.

Der Beſitzer hatte ſeither gleich anderen größeren Waldbeſitzern der Gemeinde die ganze Crescenz(Holz und Rinde) ſeiner zum Abtrieb kommenden Schälwald⸗ parcellen auf dem Stocke verkauft und ſich um das ganze Erntegeſchäft nicht weiter zu kümmern. Seinen Holzbedarf erſtand er wie jeder andere Nichtwaldbeſitzer bei Dritten. Der Schälwaldbeſitz gewinnt dadurch den Character einer Capitalanlage und verliert diejenige wirthſchaftliche Bedeutung, welche er in anderen Gegenden des Odenwaldes dadurch beſitzt, daß es dem Beſitzer mit ſeiner Familie und dem Geſinde auf mehrere Wochen lohnende Arbeit in einer Zeit ſichert, wo alle anderen land⸗ wirthſchaftlichen Arbeiten gewöhnlich ruhen.