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Die Sparkaſſe in Heppenheim hatte gegen hypothekariſche Sicherheit ausgeliehen: Ende 1879 zu 4 ½ pCt.= 23264,29 Mk., „ 5„= 55026,43„
Zuſammen 78290,72 Mk. Ende 1883 zu 4 ½ pCt.= 18654,60 Mk., „ 5„= 42470,14„
Zuſammen 61133,74 Mk.
Die Sparkaſſeverwaltung führt den Rückgang dieſer Darlehen von 78290,72 Mk. auf 61133,74 Mk. darauf zurück, daß ſie wegen ſchlimmer Erfahrungen, die ſie bei zwangsweiſer Verſteigerung beliehener Grundſtücke gemacht hatte(dieſelben fielen der Sparkaſſe anheim), genöthigt war, eine große Zahl derartiger Darlehensgeſuche auf Hypothek abzuweiſen. Daß indeſſen die geſammte hypothekariſche Verſchuldung nicht abgenommen, geht aus den bei Frage VIII gegebenen Zahlen hervor.
Die Sparkaſſe in Heppenheim leiht außerdem eine beſtimmte Summe in Beträgen von 50— 400 Mk. auf einfachen Schuldſchein zu 5 pCt. Zinſen gegen Bürgſchaft der Gemeinde, welche ſich ihrerſeits durch Bürgen zu decken ſucht, auf die Dauer von 5 Jahren aus, welche Anlehen mit ⅛ jährlich zurückbezahlt werden müſſen.
Der Stand dieſer Darlehen war:
Ende 1879 in 103 Poſten= 8520,— Mk., „ 1883„ 56„—= 4596,56„
Der Rückgang im Stande dieſer auf Schuldſcheine dargeliehenen Capitalien hat nach Anſicht der Sparkaſſenverwaltung ſeinen Grund darin, daß ſie von 1878 an nur noch äußerſt ſelten Geſuche derart berückſichtigte, weil einerſeits der Gemeinde⸗ vorſtand die ihm zur Verfügung ſtehende Summe bereits allzu weit überſchritten hatte und weil andererſeits ſich die Verwaltung überzeugt hatte, daß ein großer Theil dieſer angeliehenen Gelder nicht mehr vorſchriftsmäßig, d. h. zur Aufbeſſerung des land⸗ wirthſchaftlichen Betriebes verwendet wurde. Als Beleg hierfür und namentlich auch für die wenig gewiſſenhafte Art, in welcher in den 1870er Jahren derartige Geſuche Seitens des Ortsvorſtandes Befürwortung fanden, mag die Thatſache angeführt werden, daß die Gemeinde in letzter Zeit über 1000 Mk. uneinbringlicher Schuld⸗ ſcheinziele und ⸗Zinſen dieſer Art, welche im Weſentlichen in jener Zeit aufgenommen worden waren, übernehmen mußte.
Eine ähnliche Bewegung der Mobiliarſchulden in der Gemeinde Unter⸗Schön⸗ mattenwag läßt ſich bei dem Spar⸗ und Creditverein zu Wald⸗Michelbach wahr⸗ nehmen. Der Beſtand derſelben war Ende 1879 in 25 Poſten 3900 Mk., Ende 1883 in 9 Poſten nur noch 1445 Mk. Die Verwaltung des Spar⸗ und Credit⸗ vereins Wald⸗Michelbach gibt ebenfalls als Grund dieſer Erſcheinung an, daß ſie die Darlehensgeſuche einer ſtrengeren Prüfung als früher unterziehe.
Vergleicht man damit auf der anderen Seite die Bewegung der bei dieſen In⸗ ſtituten gemachten Einlagen von Einwohnern Unter⸗Schönmattenwags, ſo ergiebt ſich das Folgende:


