Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor? a. In der Gemarkung Schwanheim kommen im Weſentlichen nur 4 Acker⸗ und 3 Wieſenclaſſen vor. Die mittleren Kaufpreiſe ſind gegenwärtig etwa folgende: Acker 1. Claſſe 4200 Mk. pro Hectar, 2. 3930 3. 2600 1. 1680 Wieſe 1. 2900 2. 1900 7 3. 1 1700 1 1 2 Ausnahmsweiſe werden bedeutend höhere, oder bedeutend niederere Preiſe gezahlt. So ſind z. B. in den letzten 5 Jahren für Acker 2. Claſſe bis hinauf zu 4700 Mk. angelegt, anderſeits ſolcher ſchon für 1600 Mk., Acker 3. Claſſe für 1700 Mk. und Acker 3. 4. Claſſe für 1100 Mk. hingegeben worden. Inwieweit aber hierbei etwa unrichtige Claſſification oder Vermeſſung mitgewirkt haben, vermag Unterzeichneter augenblicklich nicht zu beſtimmen. b. Seit 1879 hat im Allgemeinen ein Steigen der Bodenpreiſe in der Gemarkung Schwanheim ſtattgefunden. c. Der Umſatz in Liegenſchaften iſt kein erheblicher, was auch mit den geringen Veränderungen der Beſitzvertheilung(videatur Frage II., b.) im Einklang ſteht.

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Frage IV.

a. Nehmen die Pachtgüter einen erheblichen Umfang ein und ſtehen die Pachtpreiſe im richtigen Verhältniß zu dem Kaufpreiſe der Ländereien einerſeits und zur Ausnutzungsfähigkeit derſelben andererſeits, eventuell welche Urſachen wirken ſteigernd auf die Pachtpreiſe ein?

b. Welche Beſtimmungen gelten insbeſondere in Betreff der Dauer der Pacht, der Bezahlung der Steuern ꝛc., der Verſicherungsprämien, ſowie in Betreff vorzunehmender Meliorationen und etwaiger Pachtnach⸗ läſſe bei elementaren Unglücksfällen bei fiskaliſchem, ſtandesherrlichem und privatem Grundbeſitz?

c. Wirken die üblichen ſonſtigen Pachtbedingungen beſonders er⸗ ſchwerend für die Pächter oder nicht?

a. Pachtgüter gibt es in Schwanheim nicht, dagegen ſind Kirchen⸗, Pfarr⸗, Schul⸗ und Gemeindegrundſtücke, ſowie die des Hoſpitales in Bensheim, der Groß⸗

herzogl. Familienbeſitz und einige Privatgüter parcellenweis verpachtet. 2²²