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Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundcapital ſtellt ſich wie folgt: Größeres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 11,5 pCt. vom Grundeapital
Das Inventarcapital beträgt...... 9,6„„ 5
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 5„ 2„ Mittleres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 28,8„„ 6
Das Inventarcapital beträgt...... 14,2„„„
Das umlaufende Betriebscapital..... 3,2„„ 4 Kleineres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 35,4„„„
Das Inventarcapital beträgt...... 15,8„„ 3
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 5,7
In einem außergewöhnlichen Verhältniß ſteht alſo nur das Gebäudecapital des größeren Gutes zum Grundcapital. Der Grund hierfür liegt darin, daß die vorhan⸗ denen Gebäude nicht etwa nicht ausreichend wären, oder dem Zweck nicht entſprächen, ſondern in der Brandkaſſe zu niedrig aufgenommen, wie überhaupt zu niedrig taxirt ſind.
II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schluß⸗ folgerungen.
Die Natural⸗Rechnungen geſtatten den beſten Einblick in das Syſtem der Wirthſchaftsweiſe. Sie zeigen hier zunächſt, was und wieviel producirt wird, ſie geben aber auch ein Bild, mit welchen Mitteln die Production durchgeführt wird.
Aus den Angaben über den Natural⸗Ertrag geht hervor, daß wie ſchon bei Beantwortung der Frage I. erwähnt wurde, die Durchſchnittsertäge an Körnern bei den gegebenen Fruchtbarkeitsverhältniſſen durchaus keine hohen ſind. Nur Raps ent⸗ ſpricht den Erwartungen, indem nämlich 13,8 reſp. 15,2 Ctr. pro Morgen angegeben werden. Aber die Durchſchnittserträge von Roggen mit 7 reſp. 8 reſp. 9,5 Ctr., von Weizen mit 7 reſp. 10,7 Ctr., von Hafer mit 7,4 Ctr. pro ¼ Hectar im größeren Gute ſind entſchieden als niedrige zu bezeichnen, während die anderen Er⸗ träge noch als mittel angeſehen werden können. Es weißt dies entſchieden auf die Nothwendigkeit einer intenſiveren Bewirthſchaftung der Weſthofener Güter hin.
Einige beſondere Bemerkungen verdienen die Berechnungen über den Natural⸗ ertrag und den Naturalbedarf aus dem Viehſtand. Aus dieſen ergibt ſich nun, daß der Stallmiſt in der kleineren Wirthſchaft auf 61 ¼ Pf., in der mittleren auf 66 Pf., in der größeren auf 107 Pf. zu ſtehen kommt. Ueber 50— 60 Pf. iſt der Centner Stallmiſt in keiner Wirthſchaft werth, es würde daher in keiner Wirthſchaft die Vieh⸗ zucht rentiren. Am günſtigſten ſtellt ſich noch das Reſultat der kleineren Wirthſchaft, in welcher der Schwerpunkt der Viehzucht auf der Milchproduction liegt; nebenbei wird Aufzucht und Schweinemaſt getrieben. Nicht ganz ſo günſtig iſt das Reſultat in der mittleren Wirthſchaft, in welcher Milchwirthſchaft, Aufzucht, Schweinemaſt und


