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brauchten Stoffen, ⅛ ihrer Einnahmen aus dem Acker⸗ und Weinbau und ⅛ aus der Viehzucht erzielen. Die Einnahmen aus dem Acker⸗ und Weinbau dürften ſich ungefähr wie folgt zuſammenſetzen: 0,2— 0,3 aus dem Wein, 0,3 aus Roggen, 0,2 aus Gerſte, der Reſt aus Weizen, Raps, Zuckerrüben(Kartoffeln), Stroh, Klee⸗ ſamen ꝛc. In der Viehzucht ſteht als Hauptproductionsrichtung die Maſt faſt allgemein im Vordergrund, die Milchproduction kommt erſt in zweiter Linie. Es wird dies auch durch die Haltung des Simmenthaler Vieh's bedingt. Nur die kleineren Beſitzer, deren Gutsbewirthſchaftung die Haltung von 2 oder 4 Kühen erheiſcht, um ſie zugleich zum Zuge zu benutzen, erzielen naturgemäß die größere Einnahme durch den Verkauf von Butter reſp. Käſe. Vollmilch wird in bemerkenswertherer Weiſe nicht verkauft. Die Schweinezucht wird durchweg wenig betrieben, ſie deckt nicht den Bedarf an jungen Schweinen, welche gemäſtet werden und dann für den eigenen Haushalt dienen.
d. Der landwirthſchaftliche Betrieb kann im Allgemeinen als ein rationeller bezeichnet werden.
Vom theoretiſchen Standpunkt aus würde man für die meiſten Güter eine etwas intenſivere Betriebsweiſe der Ackerländereien wünſchen müſſen, denn die Erträge, wie ſie durch die Anlagen I, II und III für das Jahr 1884 als für die übrigen Güter typiſch hingeſtellt werden, in der Höhe von nur 7—10 Centner, höchſtens 12 Centner bei Getreide pro ½¼ Hectar, ließen ſich ohne Zweifel bei den gegebenen Fruchtbar⸗ keitsverhältniſſen, durch beſſere Bearbeitung und ſtärkere Düngung, hauptſächlich unter Anwendung von größeren Mengen künſtlicher Düngemittel, noch weſentlich ſteigern. Hierzu muß allerdings bemerkt werden, daß das den Erhebungen zu Grunde gelegte Jahr 1884 in Bezug auf Körnererträge entſchieden als ungünſtig zu bezeichnen iſt. Die Gefahr, daß eine zu hohe Intenſität die Rente ſchmälern würde, liegt hier noch lange nicht vor. Practiſch ſcheitert der Wunſch, die ſchnellere Herbeiführung einer intenſiveren Bewirthſchaftung der Ackerländereien durch ſtärkere Anwendung von künſt⸗ lichen Düngemitteln bewirken zu wollen, an der Unkenntniß und Unklarheit der Land⸗ wirthe in der Anwendung derſelben. In dieſer Beziehung wird man hauptſächlich durch das Beiſpiel, welches die größeren durchweg beſſer bewirthſchafteten Güter den kleineren geben werden, eine Aenderung erwarten können. Eigene Erfahrung wird dann bald das Richtige finden laſſen.
Bezüglich des Weinbaues wird anerkannt, daß die Bearbeitung und Behandlung der Weinberge eine richtige iſt. Ebenſo iſt die Behandlung des erzielten Productes eine zweckentſprechende.
Die Viehzucht, bei der die Maſt, wie ſchon erwähnt wurde, im Allgemeinen im Vordergrunde ſteht, wird faſt durchweg rationell betrieben. Fraglich könnte es er⸗ ſcheinen, ob nicht die Verwerthung der Milch durch Trennen des Rahms von der Magermilch vermittelſt der Centrifuge, ſei es, daß ſich mehrere Landwirthe gemein⸗ ſchaftlich eine ſolche anſchaffen und auf derſelben die Milch ſcheiden und hernach die Producte zurücknehmen, oder daß ſich ein Einzelner entſchließt, dies auf ſeine Rechnung


