Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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Von landwirthſchaftlichen Genoſſenſchaften beſteht in Ginsheim eine Darlehns⸗ kaſſe(eingetragene Genoſſenſchaft), die von den Landwirthen ziemlich ſtark benutzt wird, und eine Ortsviehverſicherungskaſſe. An ſonſtigen Vereinen beſtehen 2 Geſang⸗ und 1 Kriegerverein, eine Vereinigung, bei der die Mitglieder gemeinſchaftlich den Arzt bezahlen(der Beitrag beträgt pro Monat 50 Pf. und für jedes Kind weitere 5 Pf.) und ein Krankenunterſtützungsverein, deſſen Mitglieder pro Monat 60 Pf. Beitrag bezahlen.

Der landwirthſchaftliche Verein zählt 3 Mitglieder, welche Landwirthe ſind. An landwirthſchaftlichen Zeitungen wird nur die Zeitſchrift des landwirthſchaftlichen Vereins geleſen.

Der Viehſtand der Gemeinde iſt folgender:

15 Fohlen,

96 Pferde, 112 Pferde und Eſel, 1 Eſel,

12 Kälber bis 6 Wochen alt,

58 von 6 Wochen bis ½ Jahr,

100 von ½1 bis 2 Jahr, 381 Stück Rindvieh, 4 Zuchtſtiere,

207 Kühe,

635 Schweine, 42 Zuchtſauen, 499 Ziegen,

65 Bienenſtöcke.

b 677 Schweine,

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Frage I.

a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?

b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc. zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?

c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?

d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?