Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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die landwirthſchaftlichen Verhältniſſe derſelben zu gewinnen. Dieſes ganze Areal vertheilt ſich auf 498 Beſitzer, und zwar: auf 407 angeſeſſene Einwohner, ſodann die Gemeinde, Pfarrei, Kirche und Schule und 87 Ausmärker. Von den Erſteren be⸗ wirthſchaften 168 unter 1 Hectar, 177 von 1 bis 5, 50 von 5 bis 10, 10 von 10 bis 20 und 2 von 20 bis 30 Hectar.

Die Normalſteuercapitalien der Gemeinde Groß⸗Rohrheim betrugen:

Grundſteuercapital

Einkommen⸗ Gewerb⸗

Jahr ſteuercapital ſteuercapital Hauptſumme

Grundſtücke Gebäude Summe

fl. 4/10 fl. 1/10 fl. 4/10 fl. 1110 fl. 1/10 fl. ¹½10

1874 14690 1951 16389 3 2180 5 25eo 8 1721o 8

1884/5 15170 2143 16400 1 4818 5 21218 6 38531 6

Die directen Steuern für die Gemarkung Groß⸗Rohrheim betrugen für 1884/85 6365,58 Mk. An Communalſteuern hat die Gemeinde für 1884/85 erhoben 9000 Mk. Letztere betrugen in 1870 1300 fl., in 1875 4000 Mk., in 1880 5000 Mk.

Die Gemarkung iſt beſetzt mit: 580 Aepfelbäumen, 190 Birnbäumen, 690 Zwetſchenbäumen und 44 Wallnußbäumen.

Der Wald in der Gemarkung umfaßt 255,58 Hectar, ſämmtlich Gemeindewald. Das Holz wird verkauft und der Erlös nach Abzug des Hauerlohns ꝛc. und der Culturkoſten an die Bürger vertheilt, was etwa 5 6 Mk. pro Bürger beträgt. Der Werth des Waldes iſt im Vermögensverzeichniß der Gemeinde zu 175000 Mk. auf⸗ genommen, ſoll aber nach der Schätzung des Ortsgerichts mehr als das Doppelte betragen. Das Steuercapital deſſelben beträgt 953 fl. Der Nutzen außer dem Holz⸗ erlös iſt unbedeutend.

Der Viehſtand in der Gemeinde beſteht zur Zeit in:

34 Fohlen, 160 Pferde, 194 Pferde, 68 Kälber bis 6 Wochen alt, 81 voon 6 Wochen bis ½ Jahr, 8 3 5 Snndich ö932 Stück Rindvieh, 9 Ochſen, 431 Kühe, 358 Ziegen, 5 Schafe, 930 Schweine, 46 Zuchtſauen, 28 Bienenſtöcke.

b 976 Schweine,