——
a
— 3—
Der Viehbeſtand der Gemeinde iſt nach den Notizen, wie ſie die letzte Auf⸗ nahme(1884/85) enthält: 3 Fohlen,. 50 Pferde, 53 Pferde, 20 Kälber bis ½ Jahr alt, 7 180„ von 1¹½1 bis 2 Jahr alt, 2 Zuchtſtiere, der Gemeinde gehörig, 452 Stück Rindvieh, 8 andere Stiere und Ochſen, 242 Kühe, 900 Schafe incl. der Hofgutsherde, 176 Schweine, 80 Ziegen, 20 Bienenſtöcke.
Frage I.
a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?
b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes— Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc.— zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?
c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?
d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?
Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?
a. Der Boden der Gemarkung Wenings iſt der einen großen Theil des Vogelsbergs auszeichnende Baſaltboden; zum großen Theil nur ſehr ſeichtgründig und deshalb einer Tiefcultur nicht überall zugänglich. In Jahren, die weder zu trocken noch zu naß ſind, iſt derſelbe im Stande, eine mäßigen Anſprüchen an die
Ergiebigkeit des Landes entſprechende Ernte zu bringen. Das Terrain iſt hügelig, theilweiſe auch bergig. Die Wieſen liegen ſämmtlich in Thälern und werden, ohne


