Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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½ Normalmorgen, der Reſt wird verſteigert und der Erlös unter die Ortsbürger vertheilt. Das übrige Heu und das Grummet der Gemeindewieſen wird ebenfalls verſteigert, der Erlös 4500 bis 5000 Mk. fließt in die Gemeindekaſſe. Aus verkauftem Loosholz, Loosheu und Laubſtreu hat jeder Ortsbürger eine jährliche Baareinnahme von durchſchnittlich 12 Mk.

Der Werth des Gemeinde⸗Grundbeſitzes iſt folgendermaßen veranſchlagt:

Werth: Einnahme daraus für die Gemeindekaſſe: Wald 643900 Mk. 4500 Mk. Feldgüter 29930 2000 Wieſen 152120 4750 Summa 825950 Mk. 11250 Mk.

Außerdem hat die Gemeinde ein Baarcapital von 10000 Mk., bisher zu 4 ½ pCt., jetzt zu 5 pCt. auf Hypothek in der Gemeinde ausgeliehen. Der Viehſtand in der Gemeinde iſt nach der letzten Zählung folgender: 2 Fohlen,

54 Pferde, 56 Pferde,

80 Kälber,

120 Stück Jungvieh, 10 Ochſen, 450 Stück Rindvieh, 240 Kühe,

220 Ziegen, 320 Schweine.

Frage I.

a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?

b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc. zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?

c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?

d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller

zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche? 2¹³