von den. Vertretern der deutschen Nation gemacht worden ist—
der Kaiser von Rußland Morgen die Knute und die Leibeigenschaft
nicht„Ja“ sagen, selbst wenn ste besser wäre, als die deutsche
die sein und der Kaiser der Schutzherr der Fürsten. Deutschland soll den Schein einer Verfassung und einen Oberpolizeimeister er⸗
Zaum zu halten; das ist der ganze Zweck und Kern dieser Octroy⸗ irungsmanbver.
der nicht ein Dummkopf, der auf eine Summe, die er rechtlich zu
leressen wir aber schon jetzt beziehen können, Wenn wir wollen.
Wehr
Ein demotratisches Volksblatt für Oberhessen und
Starkenburg.
9 182 Gießen, Donnerstag, den 4. October 180
5.— 8.—
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Auslegung und Nechtfertigung des demo⸗ lebt habe. Vogt's Vater war aber Bürger unserer Stadt; er blieb
kratischen Wahlmanifestes b ö dies, trotzdem, daß er schon einige Jahre vor Carl Vogt's(unse⸗ Festhalten an der Reichsverfassung. Wir Demokra⸗ res Candidaten) Großjährigkeit das Land verließ, dennoch nach al⸗
ten müssen festhalten an der Reichsverfassung— nicht eiwa weil ler Orten. en Gesetzen so lange, bis er in einem andern ö 0 5. 8;
sie ein Meisterstück von einer Verfassung wäre, sondern well sie ate e ee. 1.—
ton Bern that, die Bürgerrechte des Vaters aber übertragen sich,
wie bekannt, auf den Sohn. Carl Vogt war also, obgleich er im Auslande kepte, dennoch seit seiner Großjährigkeit hesstscher Staats⸗ bürger, es zählen ihm folglich, außer den 2 jüngst verflosfenen Jahren, noch alle, welche er vor seines Vaters Wegzug von hier verlebt hat. Ferner behaupten unsre p füffigen Gegner noch, „sobald Vogt in die Kammer komme, werde er gegen Jaup kämp⸗
weil sie aus dem Prinzip der Volkssouveränität hervorgegangen ist. Räumen wir dem König von Preußen oder Sachsen das Recht ein, uns eine andere Verfassung zu oetroyiren d. h. aufzuhalfen, so geben wie damit das Princip der Volkssouveränität auf und dürfen uns nicht beklagen, zwenn uns die genannten Könige oder
vetroyirt. Wir dürfen also zu der preußischen Reichsverfassung
reaktionäreren Minister z. B. Herrn von Hombergk, 0 würden.“ Abgesebhen von der Absetzung Vogt's, welche gar nich vor die Kammer kommt und durchaus nichts mit ihr zu thun hat, unterliegt es keinem Zweifel, daß die Fre nde des Volks in der Kammer, wenn eine so bösartige Aussicht auf einen zukünftigen Minister sichtbar wird, keineswegs so unklug sein werden, den Mi⸗ nister Jaup zu entfernen. Was die Behauptung der Dunkeln, daß cs Vogt, der als Professor und Reichsregent entsetzt sei, nicht er⸗
Das ist sie aber nun freilich nicht, sondern sie ist ein wahrer Spott auf eine Verfassung, ein Ding, was dem deutschen Volke keinerlei Recht garantirt und keinerlei Erleichterung verschafft. Die Volks⸗ vertretung, die ste einführen will, wird eine Lüge und eine Komö—
alten, die nach Freiheit und Selbstständigkeit ringende Nation im „ 9 9
nur in der Constitutionsakte lesen mögen,„daß jeder Gewählte, 8 5 5. 4 dessen Wahl die Mehrheit der Kammer für gültig erklärt und des⸗ Unsere Gegner minen, wi sellten ums die ꝓreußische 5 sen ausdrückliche Ausschließung aus der Kammer dieß nicht selbst
irung gefallen lassen, weil dadurch doch endlich einmal ein Anfang beschließt, unverletzbar ist, und vaß betiflath eine Verhaftung Vogt's U 5 U*
inheit gemacht werde.„ 5 n G 3 i a. 5 8 nur durch die indirekte Verletzung der Verfassung er⸗ Sonderbare Einheit! Wir behalten die deutschen Fürsten und folgen könnte. Was zuletzt die grobe Lüge betrifft, Vogt werde Länderlappen und bekommen noch obendrein einen Kaiser, der die wenn er auch gewählt sei, doch nicht annehmen 0 können wir
Fe 1 5 288 1987= H: 7 5 0 1 1
e 1 1 1. 11 0 5 li dem Publikum 2 Briefe von Vogt selbst als Gegenbeweis vorlegen, . Aber die deuische Reichsverfassung ist nicht ausführbar! sagen daß aber Vogt We ze genug finden wird, unste Hauptstadt zu er⸗ unste Gegner ferner. Sie würden vielleicht Recht habenz wenn ste reichen, das bezweifelt nur der, welcher in der Zeit der Noth die
N 1 18058 rfassu: sei 11 0 i 2 5 8 sagten 5 e eee 5 Nis 1 1 1. Gebote die Pflicht und der Aufopfrung feige vergißt, und wie gut. ausführbar. Aber dieser Augenblia kann und wird kommen; wäre das unsere Gegner verstehen, hat ihre Furckt im März 1848 hin⸗ a 6 5
länglich bewiesen.
Nachdem wir allzuausführlich die Scheingründe einer Partei widerlegt haben, die erst in dem Augenblicke des E scheinens preus⸗ sischer Bajonette wieder eiwas Muth gewann, wenden wir uns di⸗ rekt an die Wähler vom Lande und der Stadt, welche Vogt zur
fordern hat, deßhalb verzichtete, weit man ihm die Zahlung verweir⸗ gert. Di Reichsverfassung gehört unser, sie ist eine Erbschaft, de— ren Herausgabe uns für eine Zeit lang verweigert wird, deren In-
5(Forisetzung solgt.) Nariona versammlung abgesandt.— Wir, die wir uns in den Zei⸗ ten, da Vogt unangefährder in Frankfurt so eifrig und unbesiegbar
F a—— unsere Wünsche vertheidigte, dieses Mannes allenthalben rühmten, 13 die wir uns in jenen Tagen nicht gescheut haben, seine Worte und Tagoguachrichten. Handlungen zu vertheidigen, wir sind es unserer Gesinnung und den .. Opfern, die unser Deputirter gebracht, schuldig, ihn zu wählen
H Gießen, 29. Sept.(Schluß). Dagegen richtet sich ihre und dadurch einestheils von Neuem einen Kämpfer für unfre poli- tischen und materiellen Rechte zu gewinnen, anderstheils aber zu
ganze geheime und öffentliche Kriegs ku nst vorzüglich gegen Vogt. Vor allem, sagen sie, sei er nicht wählbar, da er noch nicht die dazu nöthigen 3 Jahre als Bürger unferes Landes ge⸗
zeigen, daß wir seinen Muh mit tiefer Dankbarkeit anerkennen. f Wir alle werden zeigen, daß wir den Muth haben, unscer
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20 und ihn stürzen, was die Folge haben werde, daß wir einen
laubt sein werde wiederzukehren, so erwiedern wir ihnen, daß ste
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