Und findet noch ein gekröntes Haupt;
Und zu dem Solz sieht man ihn laufen,
Den letzten Groschen zu versaufen. Schiller.
Es werden zwei Mädchen gesucht, zu der noch eine Dritte paßt, welche an Zungenfertigkeit die Ersteren übertreffen soll, um gemeinschaftlich Abends zur geeigneten Stunde? Arglose Personen in ihrer Wohnung unberufen mit Grobheiten über— häufen zu können, es wird auf solche am ersten gerechnet, welche bei der vorherigen Berathung zur Stärkung ihrer Zungenfertigkeit, etwas Spiritus, Vini⸗Matistum zu nehmen gewohnt sind, damit bei dem unerwarteten Besuch recht tüchtig auf den Tisch geschmissen werden kann, Proben davon be— reits abgelegt haben?— Das Nähere bei
M— Pumbe.
Wie sich doch Manches Sorgen macht! (Wahre Unterredung.)
Frau P.: Ach Gott! Frau W. waß hot mer doch sei Last, bis mer sei Döchter unner die Haub brengt. Mei Dochter hätt doch in dem letzte Virtheljahr schond dreimal Braut sei könne.
Frau W. Ei no warum hawe se se dann net Braut wern lasse?
Frau P.: Ach ihr Vatter der iß gar eige, der hots immer nett zugewe wolle.
Frau W.;: Ei sage se emol, wie ahlt iß dann eigentlich ihr Dochter?
Frau P.: Ei die werd doch jetzt schond 16 Jahr alt.
Frau P.: Ach Herr je, da hott die awer noch e bische Zeit?
Frau P.: Ach, mer hawe da en Student, es iß en gar ue braver Mensch, der loßt mer doch die Leiwesruh nett um das Mädche; unn wanns uff mich akäm, ich gäb sem gleich!—
Lola Montez schreibt in ihren Memoiren: Es gibt nichts Langweiligeres als zwei Verliebte. Es ist aller Grund da, anzunehmen, daß sie keine „Differentialköpfe“ gekannt hat.
Schlammbeißer: Weißte aach, Canal— müller, daß die Lola Montez schon widder gehei— ratht hat?
Canalmüller: mal isses awer nu?
Schlammbeißer: Aich glaab's zehntmal!
Canalmüller: No, da brauch ich de Hoffnung nitt uffzegewe, daß se noch e mol Madam Canalmüllern wärd!
Hurrjesses! deß wievielt⸗
Alle Arten gestrickte Unterhosen und Jacken für Herren und Damen von 45 kr. an, frische Häringe und Gauslebern, Esquimo-Paletot, Haar⸗ lemer Blumenzwiebeln, gestrickte Polkajacken, Haar- wuchs⸗Pomade, halbgesottene Fastenbretzeln, neueste Damentaschen, Pelusche, Berliner Pfannkuchen, wollene Palatins, Paletot von Calmuk und Peau de lion von 7 fl. an, Rollkuchen, Ohrfeigen, wattirte Tuch⸗Bournusse, Wiener Theebrod, Schot— ter Wurst und sonstige Südfrüchte.
Lich, Kirchenplatz Nr. 1315, zweiter Stock,
hinaufzu.
Dr. Seppl: Camisol, gehe doch heute Abend mit in Rappen, es kommen heute fast alle Blau— färber dort zusammen.
Dr. Theophil.(Menschenfeind): Geh mir aus den Augen, Du mit dem Menschengesicht.
Endlich, nach langem Widerstreben, hat sich meine Desdemona bereitwillig finden lassen, mir nach Cypern zu folgen.
Othello Mohr,
Das Deckelglas. (Mel. Stand ich auf einem hohen Berg c.) Stand ich jüngst auf der Badenburg, Say in die Lahn hinein, Sah ich ein Schifflein schweben wohl, Studenten sassen drein.
Der jüngste, der darunter war,
Hob auf sein Deckelglas,
Thät mir damit zuwinken dann, „Leibbursch ich komm' Dir was.“


